00:00:00: Ich hatte einfach immer das Glück zur richtigen Zeit, ein richtigem All zu sein.
00:00:03: Es ist halt aber auch echt viel mit Glück zu tun, dass man den da was beisteuern kann und Sachen nach vorne bringen
00:00:11: kann.".
00:00:24: Liebe Langzeit-Popfans mithaltung!
00:00:27: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Podcastfolge von Kom Küssen.
00:00:32: Macht es euch bequem, setzt euch eure Blumenfeld-Gedenkküte auf und träumt von der einstigen Zahnlücke von Frank Spilker.
00:00:40: Wir holen euch zurück an die Hamburgerschule!
00:00:44: Ein Phänomen vornehmlich der Neunziger wird hier nochmal aufgerollt.
00:00:48: Zuletzt sprachen wir über den Aufstehkehner Hamburger Schule was uns heute unweigerlich zu ihrem Niedergang führt.
00:00:56: Woran hat das gelegen?
00:00:57: Was ist
00:00:58: geblieben?!
00:00:59: Also außer Zank auf Social Media, um die Deutungshoheit.
00:01:03: Zu Gast ist erneut die Strippenzieherin und M-Möglicherin, die mitten drin in der Geschichte wirkte.
00:01:11: Von Lajdor über Bubak drückte sie den prägenden Labels der Zeit ihren Stempel auf.
00:01:17: Begrüßt noch einmal die weisungsbefugte Miriam Brüger!
00:01:26: Weisungsbefugt.
00:01:28: Yes, das hört sich gut an!
00:01:29: Nicht Weisungsempfänger zum Weisunsbefuhr.
00:01:32: Auf
00:01:32: jeden Fall also so sehen wir dich herzlich willkommen zurück.
00:01:36: Myriam?
00:01:37: Wir hatten ja nur eine kleine Pause von mehreren Monaten
00:01:40: ... Ein wahnsinnig langer Zeitspanne lag jetzt dazwischen und ich hatte mir gedacht, ah, wir haben darüber nicht gesprochen und darüber nicht gesprochen.
00:01:50: Und dann als es jetzt soweit ist, soweite war, habe Ich glaube, vorgestern habe ich dir noch mal was geschickt.
00:01:59: Damit wir es auch nicht vergessen dieses Mal, wobei wir noch reden müssen!
00:02:03: Nein, denn wir schließen nicht einfach nur an der letzten Folge sondern wir sind auch unser eigenes Korrektiv und können die gröpsten Fehler, die wir gemacht haben in der ersten Folge schon wieder ausbügeln.
00:02:17: Das ist doch irgendwie dankbar.
00:02:19: Ja letztes Mal hatten wir den Aufstieg der Hamburger Schule gesprochen.
00:02:24: geht's bergab mit der Hamburger Schule, wobei es auch schon so angeschnibbelt war oder?
00:02:29: Und ich erinnere mich an einen Fehler den ich jetzt sofort wieder damit wir das abgehakt haben diesen Fehler und zwar hatte ich gesagt dass sich das erste Thiemann Rosmi Solo Album nicht mochte.
00:02:45: Das stimmt natürlich gar nicht.
00:02:47: Da gab es dann Willkommen zu Hause Tilman da eingeschlagen hat, den fand ich super.
00:02:54: Das wollte ich nochmal betonen hier.
00:02:57: Auch diese andere Form von Inhaltlichkeit, Selbstbezüglichkeit fand ich toll aber denn das Album danach war nicht mehr so mannt.
00:03:08: Da habe ich auch die Regierung und auch Tilman nicht mehr gehört.
00:03:13: Für mich war das so ein Gefühl für eine große Pop-Idee oder so wo ich nicht folgen konnte.
00:03:18: Das verdienen wir sagen.
00:03:20: Sehr gut!
00:03:20: Myriam, man merkt du bist richtig drin und du bist heiß auf das Aufrollen der Hamburger Schule.
00:03:27: Willkommen zu Hause.
00:03:29: Es war eine lange lange Reise.
00:03:32: es war auch ne schwere Zeit ich weiß Ja, aber bevor wir wieder eintauchen.
00:03:39: Die erste Folge könnt ihr natürlich noch nachhören!
00:03:42: Sie steht überall da wo es Podcasts gibt zur freien Verfügung macht reichlich davon Gebrauch.
00:03:50: Es lief schon sehr gut.
00:03:51: also Mürio bist unser bestes Pferd im Stall Also kommt gerne wieder wenn du neue Genres noch verhandeln möchtest.
00:03:58: das glaube ich eigentlich wäre so.
00:04:01: was denn gehört haben.
00:04:02: Könnt ihr euch mal melden hier, wer das gehört hat?
00:04:05: alles?
00:04:06: Ich möchte dieses Mal mehr Nachrichten haben bekommen von ernstzunehmendem Feedback.
00:04:13: Aber nur ernstzonehmendes Feedback bitte!
00:04:15: Ihr habt Müriam gehört.
00:04:17: Bitte erweist ihr die Ehre.
00:04:18: Ihr findet sie auf den gängigen Plattformen.
00:04:22: Ja, das hier ist Kom Küssen.
00:04:24: Kom Küssen hat auch noch einen schönen Mitgliederbereich.
00:04:27: des Kom-Küssen-Hinterzimmers möchte ich nur erwähnen für all die Leute, die jetzt wegen Hamburgerschule hier reingeschwemmt werden und gar nicht wissen wer hier zu ihnen spricht sondern einfach nur sich für das Tuget interessieren schaut doch mal was es da sonst noch gibt!
00:04:42: Myrja Du siehst wieder aus, wie aus dem Ei gepält.
00:04:46: Wie geht es dir?
00:04:47: Das
00:04:47: ist mein Filter jetzt hier.
00:04:50: Sieht ganz anders aus in echt.
00:04:53: Ja danke!
00:04:54: Ganz gut.
00:04:55: ich freue mich auch immer auf diese Rückblicksachen.
00:04:59: Ich finde das gar nicht schlimm so nostalgisch zu sein und weil es jetzt so lange her ist dass man da irgendwie auch einigermaßen wertneutral oder pragmatisch darüber sprechen kann.
00:05:13: Also deswegen, also mir macht das Spaß jetzt hier mit dir zu
00:05:17: sitzen.".
00:05:18: Das freut mich!
00:05:19: Man muss ja auch sagen... Früher habe ich auch gedacht so oh man darf nicht so viel zurückschauen dass es irgendwie uncool.
00:05:25: aber was hat die Gegenwart für uns getan?
00:05:29: letztlich?
00:05:30: Sie macht uns nur unglücklich.
00:05:32: da brauche sie sich wundern dass wir mal auf den neunziger schauen nur um uns ein bisschen zu beruhigen.
00:05:38: Ja
00:05:38: also echt, machst du einmal so ein Internet auf und dann spricht der Kanzler wieder.
00:05:44: Und dann denkt man nicht ich mach das lieber aus!
00:05:47: Ich gehe auch mal jetzt wieder... mit Linus in die neunziger da
00:05:51: war noch alles in ordnung.
00:05:52: das haben wir natürlich damals null so empfunden.
00:05:55: man dachte ja auch damals ging schon die welt unter und alles läuft in die falsche richtung.
00:05:59: man muss hart dagegen steuern.
00:06:02: jetzt würde ich es noch ein bisschen anders bewerten.
00:06:04: aber dann lass uns doch nochmal ganz kurz zusammen fassen du bist jetzt nicht nur einfach als fan hier zu dem der hamburgerschule sondern du hast da ja mitten drin agiert.
00:06:15: Du hattest jetzt keine Band, obwohl du hast ja auch diesen Musik-Akt letztlich DJ Melanie.
00:06:22: Da hast du auch Musik nach draußen gebracht aber jetzt nicht auf der Gitarre sondern eher an den Turntables.
00:06:29: Aber vornehmlich warst du bei zwei prägenden Labels dieser Zeit.
00:06:34: Du warst bei Lars Stor und bei Bubak.
00:06:38: Genau ich meine ich bin drei neunzig zu Lado gekommen Aber ich war also in dem Jahr und habe mich dann schon wieder reingesetzt.
00:06:49: Zum ersten Mal hatte ich mit Hip-Hop Deutschrap zu tun, was auch eine ganz andere Erfahrung war.
00:07:03: Und ja aber auch da wie auch Feuer bei Lado.
00:07:06: Ich hatte einfach immer das Glück zur richtigen Zeit einen richtigen Wall zu sein.
00:07:09: Es ist halt echt viel mit Glück zu tun!
00:07:12: dass man den da was beisteuern kann und Sachen nach vorne bringen kann.
00:07:18: Ja, es ist ja einiges was du da begleitet hast bzw auch befeuert oder sogar initiiert.
00:07:24: das könnt ihr alles in der ersten Folge nochmal nachhören.
00:07:28: wir gehen jetzt in den zweiten Teil unseres Gespräches.
00:07:34: aber Du hast es ja auch schon angekündigt, du hast mir nochmal Unterlagen geschickt.
00:07:39: Was müssen wir eigentlich noch klarstellen?
00:07:42: Was haben wir alles noch... was ist noch offen aus dem ersten Teil?
00:07:49: Du hast schon gesagt die Regierung beziehungsweise Tilman Rossi auch ein wichtiger Vertreter mit seinem Solo Album hat dir doch gefallen bis auf das Album was nach dem Ersten kam.
00:08:01: aber ist das alles was dir auf der Seele brennt?
00:08:05: Ja, ich hab ja noch fundierte Kritik bekommen von meinen jemaligen Arbeitskollegen und ehemalige Chef Thorsten Taucher-Wessel.
00:08:15: Dass wir immer darüber reden wie lustig das alles war und wie viel man in Kneipen zusammengehockt hat.
00:08:23: Genauso habe ich es mir auch vorgestellt ihr?
00:08:25: Immer
00:08:25: besoffen und Musik den ganzen Tag immer nur Musik.
00:08:31: aber dass das eben nicht nur immer lustig war am Tresen Wenn wir von Arbeit sprechen, dann ist das eben auch richtige Arbeit gewesen.
00:08:41: Also die Netzwerke wie zum Beispiel den VUT der Verband Unabhängige Tonträger gab es ja zu dieser Zeit noch nicht.
00:08:50: Das musste erst mal entstehen.
00:08:53: Die Räume die jetzt selbstverständlich da sind mussten erstmal eröffnet werden also öffentliche Räumen.
00:09:02: Das war der Job, öffentliche Räume erschaffen für Hamburger Bands.
00:09:08: Dann mit den Karren und Pascal angefangen als Veranstalter zunächst oder dann später hat man bei ... Als wir denen den Label-Deal hatten begießt er ja auch darum die Leuten Vorschüsse bezahlen zu können.
00:09:25: also Geld besorgen das ist Arbeit.
00:09:31: eben auch Arbeit, genauso wie Plakateklebenarbeit ist oder auch in der Musikredaktion zu arbeiten.
00:09:38: Das war ja auch Arbeit!
00:09:40: Ja, du hast natürlich vollkommen recht.
00:09:43: Auch selbst in der eigenen Rückschau verkläre ich das dann und erinnere mich nur an die Highlights.
00:09:48: Wen habe ich getroffen?
00:09:49: Und wann ging wieder alles nachts noch schief bei der letzten Layout-Phase?
00:09:56: Aber natürlich... Das war ein wahnsinniger Druck da immer die ganzen Texte jeden Monat zu erschaffen!
00:10:02: Ich war ja beim Intro-Magazin und ich hab mir jetzt nochmal ein paar alte Ausgaben angeschaut.
00:10:09: Es ist ja unfassbar, wie klein das geschrieben ist und wie dick das war.
00:10:14: Also das war so viel Content den wir da jeden Monat rausgehauen haben.
00:10:18: Und natürlich hat sie nicht selber gemacht und der wirtschaftliche Faktor war auch immer da.
00:10:26: also dass muss dann auch wieder gegen finanziert werden.
00:10:29: und an diese ganzen Richtungsdiskussionen und dann eben auch der ganze Warnen den man selber mitbrachte und auslebte und die anderen hatten mir auch ihren Kram.
00:10:38: Ja, da so ganz Halleluja Happy Happy Ding Dong war es nicht bei uns.
00:10:42: Aber dafür hat sich Intro ziemlich lange gehalten weil es umsonst in hoher Auflage überall rumlag.
00:10:50: Da hatte man halt so Anzeigen drin viele Zigarettenmarken und...
00:10:55: Ja, als die Zigaretten anzeigen, dann verboten wurden in Prinz.
00:10:59: Das war Anfang der zweitausender.
00:11:02: Das waren natürlich schon eine große Einbuße für das Intro aber für alle Magazine!
00:11:09: Und ja, keine Ahnung.
00:11:11: Dein Plattenschirm ist es ja wahrscheinlich genauso, dass eigentlich alle Bands wollen am liebsten noch distinguierter agieren und wollen mehr Geld haben.
00:11:20: aber und denken irgendwer anders hat wieder eine teurere Promo-Reise gezahlt bekommen oder ein besseres Studio... Du hast ja auch nicht so viel Geld in diesen Zusammenhängen.
00:11:30: also weil das ist ja kein Majorlabel
00:11:33: Das ist auch so'n Trugschluss gewesen.
00:11:37: Also ich persönlich habe kein Geld gebraucht, das hat mir letztes Mal schon gesprochen.
00:11:43: Dass man kein Geld verbraucht hat weil alles umsonst war.
00:11:47: aber trotzdem haben wir von den Major-Companies zum Beispiel für Musikvideos die eine sehr große Rolle gespielt haben bei der Vermachtung vom Musik sagen mal so da gab es wenn man die Summen heute hört zu dann denkt man wie wahnsinnig viel Geld das war, aber letztendlich wurden alle Leute gut bezahlt.
00:12:11: Das ist nicht so wie jetzt... also wir hatten schon zu sehen dass wenn alle richtig bezahlt hat.
00:12:17: Vielleicht hat es mit dem Geld dass man keins gebraucht hat, natürlich auch was mit diesem Ideal zu tun gehabt.
00:12:24: Dass man kollektiv Gedanken verhaftet war, dass man hinauswächst, was Gemeinsamen schafft, was größer ist und toller ist als alles andere und dann F-Geld ist so ein Po fahren.
00:12:38: Aber Selbstausbeutung ist natürlich ein Punkt und deswegen das macht man halt nicht lange mit.
00:12:44: Also irgendwann ist dann halt der Punkt erreicht wo du einfach denkst okay ich Kann jetzt nicht mehr, ich ziehe jetzt nach Berlin.
00:12:51: Also noch preiswert war in Berlin?
00:12:53: Das ist ja heutzutage auch nicht mehr.
00:12:55: nur um über die Runden zu kommen geht man nach Berlin da kostet alles nichts und der Döner am drei Euro.
00:13:02: Die Zeiten sind ja schon lange vorbei Ja, aber eine romantische Erinnerung zumindest.
00:13:07: Dass das Leute von eben Musik gelebt haben und vielleicht dann nicht nur der Songschreiber die Songschreiberin auf die geguckt wurde sondern auch in der Peripherie tatsächlich noch irgendwie das Geld ankam.
00:13:23: also Ich bin ja jetzt noch bei einer Musikmagazin, da sehe ich es auch.
00:13:28: Das ist gar keine Fotograf-Innen zum Beispiel mehr engagiert werden.
00:13:32: Es wird nur noch mit Pressefotos gearbeitet und bei Intro haben wir wirklich noch für jeden kleinen Halbseiter dann Fotografen losgeschickt und die nicht fürstlich bezahlt aber doch zumindest bezahlt.
00:13:49: Das sind ja alles Sachen, die durch eine neue Ökonomie in den Medien auch völlig verschwunden ist und dementsprechend nicht mehr bei den Leuten ankommt.
00:14:02: Heute kann vielleicht noch jemand beim Label, der irgendwelche Rechte hat davon leben.
00:14:07: aber in den Neunzigern konnten wahrscheinlich auch Leute nur dafür gearbeitet haben.
00:14:12: In Anführungsstrichen hatten dann auch nochmal einen sozialversicherungspflichtigen Job, der was gebracht.
00:14:19: Dazu sage ich jetzt mal nix.
00:14:22: Ich war als Student eingeschrieben, wie die meisten halt auch ne?
00:14:25: Dass man dann halt ...
00:14:27: Die Steuerfahndung hört nicht mit!
00:14:28: Das ist alles verjährt.
00:14:30: aber ich höre raus dass du nicht sozialversicherungspflichtig angestellt warst in deiner Zeit.
00:14:38: das erfahren wir jetzt hier in diesem Podcast.
00:14:41: ein bisschen bedenklich ist es aber offensichtlich gang und gäbe.
00:14:46: Das war ganz normal.
00:14:47: Wir haben ... die Praktikanten wurden halt hart rangenommen, natürlich.
00:14:53: Ja, es ist eben auch ... Es ist einfach Selbstausbeutung und wenn du zurückblickst dann hat das Tutti gewesen mit mir.
00:15:04: Aber dieses dauerhaft On sein oder auch eben, wenn du diese Räume ressourcen- und mittel besorgt hast über zum Beispiel Label Deal und das denn wieder jeden Abend zu verhandeln mit jetzt fragen wir alle Bands, jeden einzelnen Musiker.
00:15:24: Ist es okay wenn wir jetzt bei der Polygram Vertriebsstil machen oder Label-Deal?
00:15:32: Und das sind auch immer zu verteidigen oder halt auch Compilations hatte ich letztes Mal schon erwähnt dass das so ein ewiges und Dauerthema war Wo man drauf verkoppelt sein will und von nicht ja oder auch Musikvideos.
00:15:47: Was ist jetzt hier noch Kunst, was is Marketing?
00:15:50: Und es wird ja jeden Abend nach Bürosplus weiter besprochen und irgendwann also ich würde jetzt nicht... Es war kein Burnout den ich erlebt habe aber irgendwann ist das gut gewesen!
00:16:02: Ja, es ist ja auch ein Stück weit das Privileg der Jugend.
00:16:05: Und das hat sich sicherlich heute nicht verändert, dass wenn man in seinen Zwanzigern ist und vielleicht noch in seinen Anfangsdreißigern, dass man dann eben auch bereit ist auf irgendwas zu verzichten für irgendeine Idee und sich dann selbst ausbeutet oder ausbeuten lässt um in der Hoffnung entweder was ganz Wichtiges Tolles zu machen oder auch wohin zu kommen.
00:16:27: aber das kann natürlich keine Dauerinstallation sein.
00:16:30: So hast du es ja scheinbar dann auch erlebt.
00:16:34: Und genau, du hast ja auch angesprochen.
00:16:36: Vielleicht kommen wir da später noch mal drauf wenn wir den Fall nochmal errohieren der Fall der Hamburger Schule diese Mittlerrolle.
00:16:44: das ist nämlich auch was ich von außen mir so vorstelle dass Du hast.
00:16:47: auf der einen Seite möchtest Du das große Geld haben vielleicht von den Plattenfirmen und den KäuferInnen und Auf der anderen Seite hast Du eben die KünstlerInnen Die die am liebsten gar nichts mitmachen und die Plattenschirme steht dazwischen sie muss die Kohle randschaffen Laune halten und das kann, wenn es alles so ein bisschen auch um Haltung geht per se wie bei der Hamburger Schule.
00:17:10: Das kann dann schon etwas enervierend werden.
00:17:14: Ja da gab's ja auch solche Künstler.
00:17:18: also für die meisten waren natürlich immer selbstbestimmt und ihre Sachen umgesetzt und haben sich daran gefreut dass man da mitarbeitet bis gerade Echte Dieven, die den Flug verpasst haben und nicht... nicht gekommen sind zu Terminen.
00:17:41: und ja.
00:17:43: Wen
00:17:43: hast du da?
00:17:43: Wen hast Du da im...
00:17:45: Das kann ich doch jetzt nicht sagen, nein, nein!
00:17:47: Die von den Flugverpassers werde ich alles noch mal recherchieren im Wagnet die Passagierlisten aus dem neunziger Jahren abgleichen und gucken wer nicht dabei war.
00:17:58: aber wir sind ja noch in der Recapitulation um der bisherigen Folge.
00:18:03: das war es ein vielleicht ein kleiner Exkurs der sich da angeboten hat weil du eben von Selbstausbeutung und so gesprochen hast.
00:18:10: Aber du hast ja noch eine Anmerkung hier mitgebracht, und zwar ein Buch Gegenwart machen.
00:18:17: Möchtest du dazu noch was sagen?
00:18:19: Das passt ja auch zum Thema bei uns!
00:18:21: Ja also ich habe ja beim Hamburger Schule jetzt reden wir mal, stibbeln wir den Film doch mal kurz an im Rahmen des der NDR-Doku, die umstrittenden NDR Doku und das daraus resultierende Hypes dem man danach, der spürbar da war habe ich auch die Stimmen der Journalistinnen vermisst weil sie natürlich auch prägend sind für nicht nur für die Zeit sondern auch für den Diskurs.
00:18:59: Also hat man sich ja nicht in Hamburg alles ausgedacht sondern lief über Köln, per Bande zum Beispiel.
00:19:07: Da ist jetzt das Buch entschieden, Öffentlichkeit machen und ich habe ein paar Sachen vermisst.
00:19:14: Zum Beispiel erinnere ich nicht über Intro was gelesen zu haben dafür aber so Sachen wie jetzt Magazin oder was es alles gab für Zeitschriften wie Allegra der weniger bedeutungssta... für mich, die wenige Bedeutung hatte Prinz-Magazin.
00:19:35: Diese Stadtmagazine.
00:19:38: Ja das ist halt irgendwie auch alles so zusammengefallen wie ein Kartenhäuschen.
00:19:43: Aber darf ich noch mal kurz rückfragen?
00:19:46: Weil das habe ich irgendwie nicht mitbekommen.
00:19:48: was ist das Buch?
00:19:49: heißt Gegenwart machen von wem ist das?
00:19:52: Worum geht es?
00:19:54: Das Buch ist von Ihre Katja Malla und er ist Gegenwartmachen Und das ist halt so eine Oral History mit verschiedenen Redaktionen angefangen, mit Musikexpress-Sounds.
00:20:08: Also Sounds über Spex, Tempo, Wiener macht ne ganz große Schleife bis hin zu Sachen die ich den auch nicht mehr mitgeträgt habe in den Jahrzehnten.
00:20:24: Und das kann ich auch mal so empfehlen, weil ich finde da ist es auch der Spirit der goldenen Neunziger oder der Nuller noch da.
00:20:35: Der Zeitschriftenmarkt ist ja irgendwann auch... Ich weiß nicht warum?
00:20:38: Es kann doch nicht damit zu tun haben, dass Papier so teuer ist!
00:20:41: Warum ist alles in Bach
00:20:42: runtergegangen?!
00:20:43: Das hat vielleicht Achtung Mürjam mit dem Internet zu tun.
00:20:47: Das
00:20:47: Internet?!
00:20:48: Wie konnte ich das
00:20:49: vergessen?!
00:20:51: Das hat mit dem Internet zu tun, aber ich bin ja jetzt auch in einem Printmagazin das tatsächlich auch natürlich noch mal die Herstellungskosten.
00:20:58: Die Papierpreise sehr gestiegen sind im Tarteinheit dass die Anzeigen erlöse und die Verkäufe runtergegangen sind.
00:21:07: also da ist natürlich nicht mehr viel zu wollen.
00:21:11: Ich möchte aber noch sagen, jetzt weiß ich doch welches Buch du meinst.
00:21:15: Das habe ich doch wahrgenommen und war dann gleich natürlich sauer, weil ich ja auch
00:21:19: in dieser Zeit
00:21:20: schon... Intro kommt überhaupt nicht vor!
00:21:23: Moritz von Uslaner diese ganzen Granden, diese ganzen Opas erzählen dann wie sie Pop erlebt haben.
00:21:31: die sind nicht auf dem Rücken von Jan Müller bei der Popcom geritten.
00:21:38: Das ist leider auch nicht getan habe, aber ... Eine
00:21:40: liebe Grüße an Moris von Ostler.
00:21:43: Da kann er gar nicht mithalten oder mitreden.
00:21:49: Aber es sind die üblichen Verdächtigen wieder, die gesprochen haben.
00:21:52: Trotzdem fand ich das ausdrussweise ganz gut.
00:21:56: Ich hab Specks-Redaktionen gelesen und auch Folgen-Sounds.
00:22:01: Wo's auch darum geht Räume schaffen Netzwerke, das fand ich schon gut.
00:22:09: Meinst du soll ich mir durchlesen?
00:22:11: Ich bin ja eh immer so... Ich bin immer so schnell wütend.
00:22:16: Weil ich auch noch sagen wollte, in der NDR-Doku von Natascha Geier über die Hamburger Schule vermisse ich gar nichts!
00:22:23: Das war kaum mehr als eine Stunde und das war eine sehr individuelle kleine Schlaglicht auf was da passiert ist mit interessanten Protagonistinnen.
00:22:36: Und ich fand es super und dass sich alle dann so aufgeregt haben, dass sie da nicht erwähnt wurden weil wenn es jetzt ein Kompendium wäre, was weiß ich so einen sechs Stunden E-Post dann könnte man schon verlangen das da alle vorkommen aber wer da alles mitmachen wollte.
00:22:51: Das fand ich dann natürlich albern auch in der öffentlichen Diskussion auch wie sie geführt wurde.
00:22:56: Allerdings sehe ich jetzt bei mir ein Buch, was heißt Gegenwart machen und über den Musikjournalismus jener Zeit sich artikuliert.
00:23:08: Dass da Intro und Ich nicht vorkomme... Das fasst mich natürlich sofort auf!
00:23:13: Aber ich würde trotzdem nirgendwo das in die Kommis schreiben.
00:23:17: Ja du würdest filmen?
00:23:19: Nein.
00:23:20: Soweit würdest du niemals gehen.
00:23:22: also um die Hörerinnen nochmal abzuholen Die Doku, hat mir das schon erwähnt, kam raus.
00:23:33: Es ist so gewesen, dass die Doku zweimal dreißig Minuten war und deswegen auch nicht so umfangreich eben sein konnte.
00:23:44: Und hinterher gab es ja denn ... Das haben die Hörerinnen und Hörern bestimmt mitbekommen.
00:23:50: Vor allem bei Facebook dem ... Punkt, Punkt, Riesenbohai.
00:23:57: Anders kann man es nicht sagen.
00:23:58: Riesen-Bohai, dass da alle jetzt noch die Regisseurin kritisiert wurde, die Dokusei nicht feministisch genug.
00:24:09: Es fehlte dieser und jener Ansatz und vor allem diesen und jene Personen.
00:24:13: Das war spektakulär und auch aufregend.
00:24:17: Und ich hatte aber auch irgendwann einfach echt die Schnauze voll Einfach auch ein paar Leute einfach blockiert, weil ich es nicht mehr sehen wollte, wenn ich das Internet aufmache.
00:24:27: Zum Beispiel direkt danach auf Tour gegangen aus so einem Würfel-Machenkrebs.
00:24:33: Wir haben vor voller Hütte gespielt.
00:24:35: Früher hatten sie nicht so viele Zuschauer und es gibt jetzt wieder hohe Originalbesetzungen, zwei Beispiele die mir einfallen.
00:24:45: aber dann gab's das Buch vom Ventilverlag mit Compilation.
00:24:51: Es hat so ein bisschen wieder eine Retro-Runde aufgemacht, wo man Leute für begeistern konnte und da hat sie es doch gelohnt fand ich.
00:25:00: Auf jeden Fall!
00:25:02: Ich fand eben natürlich auch ist spektakulär das zu sehen dieser Diskurs der sich dann entsponnen hat auf den sozialen Medien speziell auf Facebook dass dann diese ganzen Akteurinnen die ja früher auch von außen so bewundert haben.
00:25:17: Ich war ja so Starstruck in den neunzigern, also dass wir jetzt hier reden, dann ist für mich immer noch ein ganz großes Ding.
00:25:27: Und und dann sehe ich die Held-Innen von einst wie sie sich da zerfleischen um irgendwelche fünf Minuten, die sie dann eben nicht erwähnt wurden und es war natürlich lustig.
00:25:44: Es war schon lustig!
00:25:46: Ja
00:25:46: Also der eine oder die andere haben sich auch nicht mit Ruhm bekleckert, aber ich fand auch letztlich Bernd Begemann, der das ja losgetrollt hat und in einer Wehemennens dann auch weitergeführt hat.
00:26:00: Der hat da sehr viel für einstecken müssen zu Recht auch andererseits.
00:26:06: also fand ich es auch wirklich ganz gut dass er das gemacht hat, dass eben dieser ganze Backlash plötzlich so groß wurde Und wie du ja gesagt hast, das Thema dadurch auch plötzlich wieder präsent wurde und daraus auch Sachen entstanden sind die durchaus konstruktiv waren.
00:26:25: Ja man kann ja auch was ja auch Sinn verlisten, man kann auch anhand von so einem Film wo mehr Frauen als zum Zeitpunkt der Neunziger beteiligt waren.
00:26:41: in dieser Doku können dann über Feminismus reden sollte man auch oder man kann eben auch darüber sprechen, was heißt das überhaupt?
00:26:51: Hamburger Schule.
00:26:52: Oder was bedeutet das?
00:26:55: Was meinst du, was das ist?
00:26:57: Das bedeutet es nicht für mich aber für dich wohl und das haben wir jetzt alle mal geklärt.
00:27:03: Ja also wir hatten ja tatsächlich auch als ich das angekündigt habe dass ich mit dir hier spreche da gab's dann schon sehr viel Trubel auf Facebook dem guten alten Dinosaurier Und auch da, das war ja so lustig.
00:27:17: Die Leute konnten es noch nicht hören weil es war noch nicht draußen und beschwerten sich aber schon in den Kommentaren wer jetzt fehlen würde.
00:27:25: Also dieser Reflex ist auch da.
00:27:28: Da sind eh verdorben durch die Algorithmen von den sozialen Medien dass immer Stress irgendwie mehr Aufmerksamkeit bekommt als konstruktive Beiträge, aber dass das auch uns dann ereilt hat oder mich in dem Fall, dass Leute sich über mein Gespräch mit dir beschwert haben bevor es überhaupt zu hören war.
00:27:48: Und wer denn alles wieder fehlen würde?
00:27:51: Das war ja jetzt mal nur ... ein subjektiver Abriss von uns beiden.
00:27:57: Natürlich fehlten diese ganzen Hanseln, die da dann genannt wurden aber das konnten sie in dem Moment ja noch nicht mal
00:28:03: wissen.
00:28:03: Nur gar nicht wissen!
00:28:05: Ja, aber Sie wussten dass sie fehlen.
00:28:07: und warum wussten sie es?
00:28:08: weil sie nicht so wichtig waren?
00:28:10: So ist es doch auch.
00:28:11: Ja, manche waren... Aber vielleicht hat man auch ein paar Menschen übersehen.
00:28:15: Das ist ja aber auch nicht so schlimm.
00:28:18: Und es schießt sich, haben wir hier keinen Allmann nach, kein Lexikon.
00:28:24: Wir sind nicht Wikipedia.
00:28:25: Irgendwann kann Wikipedia dann mit Chatchi BT.
00:28:28: die können ein Podcast machen wo alle Fakten drin sind aber das machen wir nicht.
00:28:35: Wir erzählen auch eine individuelle Geschichte genau wie das oder einen individuellen Blick nämlich deinen, genau wie Natascha Gaia auch ihren hatte.
00:28:43: Wir trainieren aber jetzt... Indem wir das machen, wir trainieren KI.
00:28:49: Absolut.
00:28:49: Die Roboter spitzen die Öhrchen hier schon, wenn wir jetzt mal wieder einsteigen und zwar bevor wir den Niedergang beleuchten gab es noch so ein zwei Sachen die ich im Positiven also wenn man sagt Wir haben das aufgeteilt in Aufstieg und Fall die ich noch in der ersten Folge eigentlich hätte besprechen wollen mit dir die mich auch interessieren Es ist ja auch mein Blick.
00:29:14: Ich möchte wissen was hat myriam damals erlebt diese ganzen Lehrstellen, die ich mir sonst immer privat zugekleistert habe.
00:29:23: Wie kann sie sie mir mal mit Fakten füttern?
00:29:26: Und dementsprechend möchte ich von dir wissen, die Pop kommen!
00:29:31: Das war damals ein ganz wichtiges Branchen-Treffen.
00:29:36: Es gab aber auch einen Publikumstag, das fand in Köln statt und es war in den Neunzigern ganz wichtig.
00:29:42: In den Neuenzigern boomte die Musikindustrie gerade auch in Deutschland.
00:29:47: Durch die CD war richtig viel Geld reingespült worden durch den Wechsel von dem Format.
00:29:52: Es gibt Viva und so ist ganz viel Popkultur und dementsprechend war diese Messe auch so wichtig.
00:29:59: Und ich kam dann noch von außen so vom Dorf.
00:30:01: Wir haben, bei der ersten Popcorn haben wir gezeltet irgendwo unter einer Bicke und sind da mit einem selbst gemachten Häftchen da, in dem es gab einen Fans, die ihn stand.
00:30:10: über den konnte man sich akkreditieren weil das hat ja auch Geld gekostet alles dieses Stände.
00:30:16: Da war ich dann auch.
00:30:17: ab Mitte Ende der Neunziger war ich vor Ort und fand es ganz spannend.
00:30:23: Das war total
00:30:23: aufregend!
00:30:25: Wie war denn für dich?
00:30:26: Was sind deine Erinnerungen an diese Pop-Com Zeit.
00:30:30: Das war immer im Sommer Ende August und es war immer noch sehr warm, das weiß ich doch.
00:30:37: Und ja total glamourös!
00:30:43: Wir hatten in der Lastur Konzertabende oder Bands auf Festival die da gespielt haben von uns und wir haben ja auch unseren Stand leisten können.
00:30:56: Aber die Dlamorosität lag vor allem auch darin, dass du da halt auch ... Keine Ahnung.
00:31:02: Dann sind dann halt echte Stars rumgelaufen, ne?
00:31:06: Oder jetzt gab es doch auch mal so eine Christiane... Wie hieß sie?
00:31:11: heißt jetzt wirklich Christiane Kacker von MTV?
00:31:14: Ich lass das ja im Moment stehen, ich weiß wie sie wirklich hieß.
00:31:17: Also Grüße an Christiane Backer!
00:31:20: Backer?
00:31:21: Genau, Entschuldigung.
00:31:22: Das hat sich so festgesetzt, kannte sie auch nicht... Aber dann hat sich jemand als sie verkleidet und ist durch die Halle gegangen und der ist Christiane Bakker.
00:31:36: Und es war sie natürlich nicht.
00:31:37: Er war eine Frau mit Hut und Sonnenbrille.
00:31:39: Es waren schon herrliche Jokes.
00:31:43: Und wir sind von Hamburg rausgekommen und das auf der Pop kommen, war ja auch der Ort wo wir uns zum Beispiel auch ein Real Life gesehen haben.
00:31:53: Weil sonst haben wir uns ... Weißt du?
00:31:57: Ich hab mit den vielen Leuten telefoniert gefaxt, sehr viel gefaxd auch... Und dann hat sich's in Köln getroffen!
00:32:03: Das waren die auch totale Überforderungen und auf Stress.
00:32:06: Da sind denn da alle,
00:32:07: ne?!
00:32:08: Die sieht man einmal im Jahr, fällt je noch was ein?
00:32:11: Ja
00:32:11: ich möchte natürlich von dir nochmal wissen.
00:32:14: Ihr wart ja mit Lars Stohrer dann einen wahnsinnig gefragtes Label
00:32:20: und
00:32:21: ihr habt nicht nur den Stand gemacht das gab hier wahrscheinlich auch so Labelabende, ihr habt da Bands spielen lassen.
00:32:28: war es dann ganz einfach oder war auch das so bisschen umkämpft.
00:32:32: welche Bands nimmt man mit?
00:32:33: wer tritt auf?
00:32:35: wo findet das statt?
00:32:37: Wie hat das alles funktioniert?
00:32:39: Ja, also erstmal natürlich gerne denn halt auch neue Bands sozusagen was man sich da vorstellt oder neue Alben.
00:32:48: Meistens gab es glaube ich so fertig nicht in einer Invo-Labelabende aber den anderen Acts noch Acts sag mal ja, so noch verteilt in der Stadt.
00:33:01: Na klar!
00:33:04: hart und kämpftes Feld überhaupt auch reinzukommen.
00:33:09: Das, daran erinnere ich mich nicht.
00:33:11: Wir haben schon immer den Veranstalter in Köln gehabt.
00:33:14: oder lief jetzt alles über die Messe, über die Pop kommen.
00:33:18: das sie gesagt hat wir machen, haben mir diesen Ort für euch gemietet?
00:33:22: Das weiß ich nicht mehr!
00:33:23: Ich kann mich nur so an Stress mit Türstehern und so schuppen am Ringen hinein wo man dann rausgeflogen ist weil man diese
00:33:32: Mann...
00:33:35: Wo ich rausgeflogen bin, weil ich diese Tarte nicht mehr hatte.
00:33:38: Diese Figur, wo man die Getränke abstreichen musste.
00:33:41: Ah, oh ja!
00:33:42: Ajajaja... Das
00:33:44: ist wirklich passiert.
00:33:47: Habe ich immer Angst davor gehabt aber in Köln ist es mir passiert.
00:33:50: Ich kann mich erinnern dass irgendwie ein Lars Dore Event dann gab an einem Ort den niemand vorher kannte.
00:33:58: das war dann auch so, das war Tanzschule-Tüssen hieß das Vorher und nachher ist mir das nie wieder begegnet.
00:34:06: Und dann man dachte so, Gott Lado kommen mit dieser Musik die wir die die soweit vorne ist und gehen in Läden in unsere eigenen Stadt, die wir noch nicht kennen.
00:34:17: also das war wirklich eine aufregende Zeit.
00:34:20: oder vielleicht ist es auch viel Projektion gewesen bei mir aber für mich war das eine große Nummer.
00:34:28: Tokotronik haben gespielt im Prime Club oder Luxor, ich hieß damals wahrscheinlich noch so eine völlig ausverkaufte Sache.
00:34:38: Man konnte ja wenn man diesen Messepass hatte, konnte man zu allen Konzerten in der Stadt das ist ja ein Club-Festival dann auch gewesen und mit dem entsprechend, man wusste natürlich wo die Bands, wo jeder hin wollte.
00:34:51: da war halt klar, da kommt man einfach nicht mehr rein weil diese voll waren.
00:34:54: und da gab es mal ganz zu ganz frühen Zeiten von Tokotronik einen Event im Luxo alle nur davor.
00:35:02: Das war eh so ein Hangout.
00:35:03: neben dem Luxor, gab es den sogenannten Mexikaner wo man sich die traf wenn man nicht Bands mehr sah sondern wenn man auf andere Leute stoßen wollte.
00:35:14: das war dann so ein Ding und da habe ich dann auch Leute von Lars Stohr gesehen und hab mich aber nicht getraut irgendwie anzusprechen.
00:35:22: Da haben wir schon darüber gesprochen dass man in wirklichkeit Also dass die beide auch Schüchtern waren, obwohl große Klappe.
00:35:29: Das war also eine Schücheinheit, ne?
00:35:33: Es ist mir auch so gegangen.
00:35:35: Ja oder auch im Poster-Syndrom, das man denkt... Checken die, dass ich gar nicht weiß, wie man über Musik redet.
00:35:45: Ja, das ich Delöst nicht gelesen habe.
00:35:47: oder Foucault, wer weiß?
00:35:49: Das war ja auch so hochakademisch im Gestus, immer das Reden darüber... Ja, so.
00:35:56: und von der Pop-Com kommen wir auch schnell schon wieder auf das ökonomische.
00:36:01: Da würde mich noch mal folgendes interessieren!
00:36:03: Ich war ja später bei dem Intro da mussten wir immer zum Meldfestival und da war dann schon immer die Frage wer bekommt ein Hotelzimmer?
00:36:14: Wer muss da zelten?
00:36:15: Wer nicht?
00:36:16: Also es war... Wer darf mit?
00:36:19: Genau, wer kriegt ein Bändchen und so.
00:36:22: Da haben sich schon dieses vermeintliche flachen Hierarchien da.
00:36:26: dann plötzlich hat man schon gesehen oder gibt es doch Unterschiede.
00:36:30: Und so gab es das auch bei Lado denn ihr musstet ja dann anreisen.
00:36:34: von Hamburg war dann immer nicht klar so kriegen wir jetzt fünf Hotelzimmer und welche Band darf noch bei uns mitmachen?
00:36:43: also gab's
00:36:45: Also vom Band-Seite sind wir mit Sicherheit total pragmatisch rangegangen, ebenso.
00:36:52: Mit welchem Band hat China Veröffentlichung Release?
00:36:58: Die anderen bleiben zu Hause und bei uns unter uns Kolleginnen weil ich ja Promo gemacht habe war eigentlich immer mit oder meistens mit Ja, die Praktikanten von denen hatten wir immer sowas wie zwei bis vier.
00:37:15: Denn auch nicht sorry ihr müsst hier bleiben oder kann nur einer mit ja auch ein bisschen traurig trist werden wenn man dann nicht mitnehmen kann weil es einfach nicht finanzierbar ist.
00:37:28: ich habe privat geschlafen meistens bei Achim Knor Aachner Straße weiter raus.
00:37:37: Der hatte die Band der Fremde, kommt auch aus Bad Salz-Uffeln.
00:37:43: Genau!
00:37:44: Und
00:37:44: bei dem habe konnte ich immer schön Zimmerchen kriegen.
00:37:47: Da war aufzuschütten, muss sich nicht in den Zelt...
00:37:50: Ja also ich hab nur einmal im Zelt geschlafen aber dann hab' ich ja selber auch in Köln gewohnt.
00:37:55: da hab' Ich dann auf meine eigene Bleibe zurückgreifen können.
00:38:00: Aber ich hatte natürlich auch immer Übernachtungsgäste während der Pop kommen, da war ich sehr gefragt.
00:38:05: Meine erste Pop-Kom, das war totaler Einstieg für mich.
00:38:10: Zwei Nauseare, dreieinneunzig ist die Frage.
00:38:17: Ich fahre mit Carsten zusammen.
00:38:19: Carsten Hellberg von Ostsohn, wir machen Krebs und frisch zusammengekommen sozusagen.
00:38:26: Wir spielen nächstes Wochenende in Köln.
00:38:30: Da ist Pop-Com!
00:38:32: Und ich so ... komm doch mit!
00:38:35: Und dann war mir nicht klar, wovon ihr redet.
00:38:39: Weil wir uns noch nicht lange kannten habe ich mich nicht getraut zu fragen.
00:38:43: Man konnte ja auch nicht irgendwo ins Internet gehen weil es das doch nicht gab um Popcom zu googeln.
00:38:50: Ich wusste halt nicht was das ist und bin dann in Saarsten Auto mit Mikhail Avantario der damals die Szene Hamburg übernommen hat von Christoph Gurg Die Musikredaktion.
00:39:06: Christoph Gurg war noch nicht bei der Spex oder ging gerade zur Spex, war auch in diesem Auto.
00:39:13: Spilka Frank, Karsten Hellberg, Bianca Gabriel die Designerin, die Grafik-Designerin Hupst, die für uns das Artwork gemacht hat.
00:39:24: Wir saßen zusammengequetscht in diesem auto.
00:39:27: Das waren wahnsinnig schöne Rückfahrt.
00:39:29: weil das so ... weil da viele Sachen gerade im Umschwung waren.
00:39:33: Ja und wir sind kamen aus Köln wieder, wo ich zum ersten mal eben auch Blumenfeld gesehen habe.
00:39:40: Ich hab letztens gesessen neben Nick Cave und hab halt so Scheiße!
00:39:45: Ich bin jetzt hier ... Nick Cave also, tauschen sehr aufregend.
00:39:49: Und ich eben gesagt, ich wusste nicht, was mich erwarten würde... Was hab' ich noch gesehen?
00:39:54: Diese ganzen Papageien, die in dem Kölner Parks leben.
00:40:00: Genau, das sind so, ich glaube es heißt Halsband-Sittiche oder so.
00:40:03: Das sind so grüne Vögel die eine eingeschleppte Art, die sich dann in Köln durchgesetzt hat ja.
00:40:10: Ach, die gab's damals schon?
00:40:11: Da war ich so, hab ich soffenmorgen so wie Streit gehabt auch mit Carsten und bin da so gauern im Park und dann so was ist das denn hier?
00:40:20: So ein halbsychedelischer Erfahrung dass der jetzt diese Halsbandsittige rumfliegen.
00:40:27: Das war schon ziemlich verrückt.
00:40:28: Und als wir nach Hamburg reingefahren sind, nach diesem überfeierten Wochenende, wo sind wir in die Markthalle gefahren?
00:40:36: Direkt runter von der Autobahn und in den Markthallen Hamburg... ...und haben die Band KAM gesehen!
00:40:43: Also das war so die erste Popcom-Waff, für mich und es war sehr einsteigendes Erlebnis auch zu sehen was das hier Musikbusiness wie groß das ist, wie viel Geld da generiert wird durch Diese CDs, die noch nicht da ganz da waren oder halt eben auch dadurch dass sie durch die Wiedervereinigung das einfach ganz viele deutsche Mehrheit sind.
00:41:07: Dass ja auch Kundschaft ist für deutsche Schlager zum Beispiel oder was da groß war zu der Zeit purer Abenteuerland und so was.
00:41:18: Das war wirklich groß!
00:41:21: Ja, stimmt.
00:41:22: Ich sage immer nur dass die neunziger Jahre dann so gut liefen für die Musikindustrie wegen der Einführung der CD.
00:41:28: aber du hast natürlich vollkommen recht gerade auch die Wiedervereinigung hat den Markt nochmal sehr erhitzt weil es da diesen Bedarf gab und plötzlich die Möglichkeiten also da auch mal sich das ein oder andere zu kaufen was man vorher nur begehrt hat von der Ferne.
00:41:48: Wir hatten den Pop-Standort in Deutschland ausgerufen damals.
00:41:52: Dieter Gorny bestanden?
00:41:54: Ja, Dieter Gorny im Bund mit der SPD wahrscheinlich und ja genau damit nahm das ein Unlückseilenlauf also der Aufstieg und leitzheitliche Unglück!
00:42:03: Mir fällt noch eine Sache ein die ich sehr lustig fand hinsichtlich wer darf mit zur Popcom und wer muss in Hamburg bleiben.
00:42:13: Weil es war natürlich dann dieses Privileg, was dann einige hatten dass man da immer vor Ort ist das hat die vielleicht auch ein bisschen getriggert, die eben nicht da waren.
00:42:24: Und ich glaube Knaf Rellem hat eine Party gemacht Ich weiß nicht einmal oder mehrmals Die hieß...die war zu der Zeit der Pop-Com und war eben in Hamburg Und die Partie hieß Achtung Hurra!
00:42:36: Die Deppen sind weg.
00:42:37: Ja genau Herrliche Idee.
00:42:43: Ja, das war dann halt ... Das ist ja die Mehrmals gemacht.
00:42:46: Die Anti-Popcom-Vereinschaltung im Molotov war das glaube ich vielleicht auch in wechselnden Orten aber jedenfalls war es ein auch heiß begehrt dass man den da spielte.
00:42:57: Ach so!
00:42:58: Das war wirklich auch so ein bisschen mehr.
00:43:00: Ich dachte es wäre mir eine Party, sowas private.
00:43:02: Nee, das
00:43:04: wurde auch gespielt.
00:43:06: Er war ja damals auch in einem Veranstaltungsladen gewesen, meine ich.
00:43:14: Es gab von Rock City EV-Seitenverein, der sich um Belangeln von Musikerinnen kümmerte.
00:43:24: Damals bin ich mich richtig innerhauptsätzlich um Übungsräume schaffen also Vermittlungen und Das leidige Thema Bus, ne?
00:43:36: So eine Band muss ja auch auf Reisen sein und sich aus dem Autosvermietung kümmerte.
00:43:41: Und da gab es einen Hinterzimmer... Genau
00:43:46: so hieß das!
00:43:46: Ein Hinterzimmabocking.
00:43:48: Sorry ich bin so angesprungen weil's ja auch Kommküssen-Hinterzimmer gibt hier.
00:43:52: Ja natürlich.
00:43:53: Stimmt natürlich.
00:43:54: Ja genau und da hat nämlich Knarf war da auch beschäftigt und klar dann hatte er nicht nur eine Party gemacht sondern da auch ein paar Bands immer spielen lassen.
00:44:04: Und jetzt?
00:44:05: Ja.
00:44:05: Aber was haben wir natürlich nie erlebt, weil wir waren ja immer auf der Pop kommen.
00:44:10: Knarf das tut uns leid aber wir versuchen ja deine Band Vermittlungsarbeit wertzuschätzen, aber wir sind nie da gewesen!
00:44:18: Nein wir waren die Deppen.
00:44:20: Irgendwer muss ja weg sein damit die Geschichte überhaupt funktioniert.
00:44:23: Das haben wir übernommen Ja, aber ich finde gut wenn du folgende Punkt nochmal angesprochen hast mit dem Transport der Bands.
00:44:35: Es gab hier die VW Sound Foundation auch und es gab von den Sternen.
00:44:42: Die Sternen waren ja eine der Bans, die zuerst richtig zum Major Label gegangen sind.
00:44:49: Ich glaube das war Sony damals.
00:44:52: Sie waren ja bei einigen Labels jetzt im Laufe ihrer Karriere Und das wurde natürlich besonders heftig diskutiert, aber auch in ihren Texten.
00:45:00: Es gibt ja diesen Song da und ich fahre die neu gekaufte Karra auf die Wiese... Wie hast du das denn erlebt?
00:45:08: Wie dass die Sterne so ein bisschen vorgegangen sind und haben eben diese Indie-Zusammenhänge verlassen, haben geguckt wie funktioniert es auf der anderen Seite und wurden dafür sehr angefeindet.
00:45:21: War das für dich als Plattenfirmen-Mitarbeiterin ganz selbstverständlich.
00:45:27: oder hast du auch gedacht, ne?
00:45:29: Die kriegen halt jetzt so andauernd richtig auf die Mütze.
00:45:32: Das ging echt nicht spurlos in mir vorbei!
00:45:37: Es war auch Jahre später ja... Als Anderbands den Ruf des Majors, dem Ruf der Geldes, was aber auch den Rufen der Absicherung eines strukturierten Lebens bedeuten kann.
00:45:51: Nicht
00:45:51: wahr?!
00:45:53: oder eben auch, dass man Musik macht nicht nur für tausend Leute sondern vielleicht für zehntausende.
00:46:00: Das ist ja auch die Idee, dass viele Leute das hören können.
00:46:06: aber Jahre später wurden immer wieder die Sterne angeführt als Negativ-Beispiel oder als Beispiel für... Die sind ja bei Major Weltmann über andere wenn sie auch beim Major waren, weil er den da nicht mehr dazu erwähnt hat.
00:46:25: Ja, Blumenfeld zum Beispiel sind ja dann auch
00:46:28: ... Ja oder Tokus.
00:46:29: Sind
00:46:29: die gegangen?
00:46:30: Ja,
00:46:30: Tokotonik ebenso.
00:46:31: Und du hattest so ein bisschen einen Herz für die Sterne und hast gesagt, die kriegen jetzt mehr Hate up als es ihnen vielleicht gebührt.
00:46:40: Es
00:46:40: ist schwierig gewesen, weil man hat immer Nutz nie sei davon, von dem Major Geld was ich ja auch war oder auch dass man sich ausprobieren konnte.
00:46:51: Dass man halt tonnenweise Remix-Venüle bezahlen konnte.
00:46:55: Was ohne diesen Geld auch nicht wieder eben Videos machen lassen konnte die gut gezahlt wurden das ist schon in meinem Interesse gewesen.
00:47:05: andererseits ist es natürlich auch so.
00:47:07: Ich hab die jetzt nicht immer so verteidigt, natürlich.
00:47:10: Weil der Major der Sony ... Der Major der Sterne, das hab ich mich ... Es war ein freutscher Versprecher!
00:47:18: Die haben auch so plumpe Sachen gemacht in der Musikwoche.
00:47:23: Da haben sie wahrscheinlich zur Popcom eine ganzzeitige Anzeige gebucht.
00:47:27: In der MusikWoche.
00:47:29: Major ist Satan.
00:47:31: Warum?
00:47:31: Wie würdelos ist das?
00:47:34: Also... Die haben's einem auch schwer gemacht.
00:47:37: Aber es war nur noch eine Verständnisfrage, die ... Tokotronik waren ja lange Zeit immer noch bei Lars Stohr und hatten dann diesen Vertrieb mit Polidor Universal.
00:47:48: Mhm.
00:47:49: Aber die Sterne waren doch schon irgendwie weg bei Sony.
00:47:53: Das war ja nicht mehr das Labelsignum von Lado drauf.
00:47:58: also... Die sind doch den Schritt ein bisschen konsequenter oder weitergegangen?
00:48:03: Ja!
00:48:03: Also die hatten Den Vertriebstil mit Polydor, Progressive Polygramm.
00:48:09: Dann Motor Music und die erste Band, die der Major ziehen wollte war halt die Sterne.
00:48:20: Und da hat man als Test sowas gemacht wie Universal Telewasher Als Maxi CD und also auch so ihre Idee als Maxi-CD eine CD Single total sinnloses Ding eigentlich, eine hohe Auflage und da hat man das probiert.
00:48:37: Und da hat der nette Major halt die Sterne ziehen lassen und gesagt, wenn ihr anders oben... Ich weiß nicht ob es wirklich so nett war.
00:48:46: also jetzt waren ich dabei jetzt sie sich unterhalten haben zieht.
00:48:51: wenn ihr ein anderes Angebot habt was besser ist geht dahin.
00:48:56: Also die Sternen konnten aus dem Deal wieder raus und über diesen Label Deal mit Polygram-Motor sind die Tokus, der ja hatten.
00:49:08: Deswegen, dass die Marke Lado noch lange an sich kleben.
00:49:12: wenn die Sterne ... ich glaub fast nicht ne?
00:49:15: Die
00:49:16: waren ja dann bei Epic Sony, also Epic ist ein Unterlabel von Sony und da habt ihr aber immer noch Geld bekommen irgendwie Verlagsgelder oder wie?
00:49:27: Ich dachte die hätten gar nichts mehr mit Lardo zu tun gehabt wenn sie bei Sony waren.
00:49:33: Also wir haben ein Stück weit das Management gemacht, Promo gemacht, Verlag... Ich glaube, jetzt immer noch bei Lado gewesen.
00:49:47: Aber sie haben einen Künstlervertrag bei Epizoni gemacht und ich das richtig erinnere.
00:49:56: Also es sind alle Bands dann letztlich in irgendeiner Form auch verbunden geblieben entweder sichtbar oder unsichtbar?
00:50:04: Jetzt sehe ich mit Schrecken dass du wieder einen Kugelschreiber in der Hand hast!
00:50:12: Bei
00:50:12: der ersten Aufnahme ist das schon mal aufgefallen.
00:50:18: Er ist wieder weg, versprochen!
00:50:21: Aber die Sterne haben ja noch einen weiteren großen Sündenfall produziert im Rahmen der Hamburger Schule... Es ging ja auch immer um Haltung, es ging um Integrität sich nicht zu verkaufen und aber trotzdem irgendwie vielleicht eine Karriere zu machen am Markt als Band.
00:50:39: Fair enough!
00:50:40: Und Sie haben ja bei der Jägermeister Rockliga mitgemacht.
00:50:44: Kannst du dich daran noch erinnern?
00:50:46: Ja
00:50:46: das war ganz furchtbar.
00:50:48: Also das war wirklich furchтbar.
00:50:49: Die Jägermeister-Rockliga-Korei Michlines.
00:50:52: Du kannst die Geschichte auch noch sehr gut daran erinneln dass da... Bands, es wurde ein Wettbewerb irgendwie auf diesem Festival gemacht und das ging nach Applaus oder so.
00:51:03: Die Band die den meisten Applaus bekommen hat irgendwie die meiste Gage gekriegt oder sowas.
00:51:09: Das war so eine Art Turnier-Modus.
00:51:11: Es gab dann mehrere Veranstaltungen, wo immer zwei Bands aufgetreten sind, gegeneinander und dann wurde eben geguckt wer gewonnen hat und die dann noch mal mit der nächsten Band, die auch gewonnen haben in einer anderen Stadt, dann gegeneinander angetreten
00:51:28: ist.
00:51:28: Achso das war es denn?
00:51:28: Die ging jetzt so weiter...
00:51:31: Genau das war halt wie so ein bisschen wie so ne Tabelle beziehungsweise wie jetzt der
00:51:36: Bundesliga.
00:51:38: Genau,
00:51:38: deshalb hieß es ja auch so.
00:51:40: Und ich habe dazu noch beigetragen weil also jetzt nur ganz passiv.
00:51:44: aber ich hatte damals eine große Schwäche für Red Bull mit Jägermeister.
00:51:49: Das hat damals noch keiner getrunken und wir waren... Ich und meine Kliki waren total versessen davon und das ging ein Heer mit der Aufwertung der Marke Jägermeister.
00:52:02: In meiner Jugend war das noch No Fronten Alkoholiker in Getränk gewesen.
00:52:08: Das hat man nicht angefasst und das war dann plötzlich die Marke, wurde dann irgendwie hip.
00:52:13: Und hat es dann auch aufgegriffen?
00:52:14: Hat das sicherlich auch verstärkt mit dem eigenen Marketing- und im eigenen Imageberatungssystem?
00:52:22: Und dann hatten die plötzlich so ganz viel Geld immer auszuschütten und man fand es natürlich mega uncool.
00:52:28: Also, die haben viele Sachen auch mit in Anzeigen geschaltet... ...und hatten dann diese Jägermeister-Rockliga!
00:52:35: Wenn man halt denkt, wie die Gage stimmt, dann stimmt halt die Gange.
00:52:41: Aber das wurde natürlich da in Hamburg zur Disposition gestellt,... ...dass man das halt, dass es halt natürlich nicht geht vor allem nicht für so ein scheiß Alkohol.
00:52:51: Marke, also man überhaupt nicht für Marken spielen sollte und dann auch noch das.
00:52:57: Lange auch kam es immer wieder aufs Tablett, warum das gemacht wurde aber es rote halt ausgehalten und ausdiskutiert und letztendlich haben denn so eine gebliche Widersache.
00:53:09: wie auch immer.
00:53:10: Man hat ja so keine Ahnung als Gegenpol werden jetzt zum Beispiel Ted Geyer von den Goldenen Zitronen die Tetherbad den Regie gemacht für das Video, was hat dich bloß so ruiniert?
00:53:22: Das wurde einfach so abgearbeitet.
00:53:25: Also eigentlich ist das eine gute Diskussionsgrundlage!
00:53:31: Ja also ich habe das wirklich den Stern auch nie übel genommen.
00:53:35: Wohin gegen ich?
00:53:36: Aber also, ich hab nie mit irgendwie... Ich habe irgendwie nie schlecht über die Bands von Lado und Konsorten gedacht.
00:53:45: Aber ich hab wahnsinnig schlecht über diese anderen Bands gedacht, die die Majorfirmen ja auch nur auf den Markt spielen.
00:53:52: Es gab eben da nicht nur so dass sie dann die Originale anwerben wollten von euch, sondern
00:53:58: es gab eigene Bands.
00:53:59: Die eigene Originale.
00:54:00: Eigene
00:54:00: Bands, Epixoni!
00:54:02: Die die Sterne hatten, die hatten damals die Bans Samba.
00:54:05: Eine Band, die auch eine lange Geschichte danach noch hatte und auch mittlerweile als Intega gilt.
00:54:12: aber das war für mich so... Das war so das rote Tuch.
00:54:16: jetzt kommen die mit ihrem Scheiß und wollen uns das verwässern und kaputt machen.
00:54:20: Ja!
00:54:21: Das haben sie meines Erachtens auch geschafft.
00:54:23: also es ist natürlich nicht unbedingt jetzt Samba in Personalunion aber dem Moment wo halt Wo das halt lief mit den Sternen und Tokotonik.
00:54:38: Und auch Blumenfeld, man haben die Majors natürlich auch gesagt so wir wollen jetzt auch sowas!
00:54:44: Und wenn es sie nicht gibt dann schützen uns.
00:54:47: so rumwürde ihr uns halt selber.
00:54:48: und und dass das Merkmal der die sing ja auch auf Deutsch ne?
00:54:53: Wir brauchen darüber möchte ich gar nicht reden über sowas.
00:54:56: Also weil das ist so, ah je... Gibt ihnen so ein Spruch mit Ausverkauf.
00:55:02: Wer mir jetzt nicht mehr einfällt.
00:55:04: Die Katze beißt sich selbst, weiß ich auch nicht... einfach ausverkauft.
00:55:09: Zell out natürlich!
00:55:10: Klar das war dann genauso also in dem Moment wo halt das Geld da war ging es auch wieder den Bach runter.
00:55:15: Wer kennt nicht das gute alte Sprichwort, die Katze beißt sich selbst in den Arsch?
00:55:19: Das ist ausverkauft!
00:55:22: Ich kenne mir doch alles.
00:55:23: Aber ich
00:55:24: verfolge ja deinen Social Media Grind schon sehr lange und ich weiß dass du auch genau wie ich mit nicht so viel Wohlwollen auf diese ganzen Trittbrettfahrer-Bands geschaut und geschaut hast auch.
00:55:38: Also es gibt ja Bands, wenn man sich jetzt noch so erinnert, so selig.
00:55:42: das war ja schon ein bisschen eine andere Richtung aber das wurde uns dann auch verkauft.
00:55:46: Das habe ich hier auch gehasst!
00:55:48: Sie hat geschrien halt Nacht wie ein sterbenes Kind.
00:55:52: diese komischen, diese Sex-Macker Lyrik die wurden mir als Hamburger Schule equivalent verkauft unmöglich.
00:56:01: Sportfreunde, stiller Nationalgalerie.
00:56:04: Alles war alles.
00:56:05: für mich ging gar nicht
00:56:09: sträuben sich mir manchmal auch noch die Nackenhaare.
00:56:11: Also jetzt gerade wieder, wo du es angesprochen hast!
00:56:14: Wo ich so schön
00:56:15: selig gesungen habe.
00:56:16: Es gibt bestimmt auch Leute, die denken oder vielleicht ist vielleicht Jan Plefke auch ein großer Künstler?
00:56:21: Ich weiß es nicht.
00:56:23: Alle sagen dass er nett und ganz toll ist aber ich hab das nicht überwunden und ich hab es hart abgelehnt zu der Zeit.
00:56:32: Tut mich leid an dieser Stelle Das dann war zu sagen.
00:56:36: Genau, das ist ja auch unsere Therapiestunde hier in Müria und wir können mal sagen...
00:56:41: Schreibt es in die Comments!
00:56:43: Was halten Sie davon?
00:56:45: Wer da alles doch wieder ganz toll war und ganz wichtig.
00:56:49: also ich fand's furchtbar.
00:56:51: Es gab eine Band, die war relativ albern und nicht so wichtig.
00:56:55: Deshalb kann ich sich immer erwähnen Die hießen Heinz aus Wien Und die hatten so ein lustigen Song, der hieß Ich hab mit Tocotronic Bier getrunken.
00:57:06: Kannst du dich daran noch erinnern?
00:57:07: Du guckst so Fragen eher...
00:57:09: Ja also ich heinst das war auch das Logo von dem Catch-Up und ich erinnere mich natürlich an das Lied aber ich habe es nicht mehr im Ohr oder so.
00:57:18: nein.
00:57:18: Kein
00:57:18: Problem, ich singe es dir auch gerne das nochmal an!
00:57:31: Ja, sehr gut gewinnt Ninos.
00:57:34: Ja
00:57:35: kurz klackst du wie Sächsisch aber ich meinte natürlich wienerisch in diesem Akzent.
00:57:41: Entschuldigung an unsere österreichischen Hörerinnen
00:57:45: Das war ja auch ein... Ein Tribute zu dem Tokusong.
00:57:50: Ich war Pizza Essen mit Margie Smith.
00:57:52: Würde ich auch sagen und da konnte ich mich noch so ein bisschen reinsteigern, weil da hatte ich ja auch das Gefühl es sind halt Fans die da ganz ehrfürchtig nach Hamburg nach Tokutronik schauen.
00:58:05: Das konnte ich ihnen eher verzeihen als diese Bands, die uns wirklich als ekivalent angeboten wurden.
00:58:11: Ja.
00:58:11: So, jetzt sind wir ja schon mitten im Niedergang hier!
00:58:16: Ich hatte mir noch... Du hast dir gefragt was denn deine persönlichen Highlight-Alben der ersten Hälfte oder Neunziger?
00:58:23: Wenn wir über Musik reden, was unser Steckenpferd ist, da musste ich auch nachdenken, Highlight Alben gibt es ja Hunderte in Wittigkeit.
00:58:34: aber in Wichtigkeit war ich eine Indirocktante Pavement, My Bloody Valentine, Guide by Voices, Sonic Use.
00:58:43: Ein bisschen abseitigeres wie my dad is dead oder Basto und so von den Dance oder Elektro-Extra ist mir... Da fällt mir jetzt einfach nicht mehr ein.
00:58:56: Das habe ich ja auch gehört aber nicht Alben.
00:58:58: Aber das fällt mir einfach nicht mal ein.
00:58:59: Es ist weggefeiert!
00:59:01: Na ja, so ist es dann.
00:59:04: Die Songwriterinnen bleiben vielleicht doch noch mal mehr stehen über die Jahrzehnte als der Dance-Track.
00:59:12: also aber das ist vielleicht auch nur mein Blick weil ich da so drauf gucke.
00:59:16: Du
00:59:16: bist ja auch schon tanzen gegangen Genuss oder?
00:59:20: Man weiß eigentlich mal was das genau war.
00:59:23: Ja, sonst hätte man ja keine Drogen bekommen.
00:59:25: In die Clubs war das wieder schwierig aber gut.
00:59:29: Ja, mit Tanzen, ja genau.
00:59:33: Also ich hab die meisten von den Maxis habe ich jetzt wieder ausgegraben weil meine nicht so ein DJ kommen weg hatte in den letzten zwei Jahren.
00:59:42: Aber die Indirog-Platten bleiben hier im Regal stehen.
00:59:48: Die hab' ich nicht mehr angerührt Die bleiben jetzt hier schön.
00:59:52: In die Ecken, in den Lücken werden sie reingepresst, dass ich sie nicht mehr rausholen kann.
00:59:58: Ich bin jetzt ... Also, die Jamelani ist voll auf Haus-Elektroquatschmusik.
01:00:05: So auch Quatsch Musik natürlich ja?
01:00:08: Toll!
01:00:08: Also so was wie Armblue da wird die, da wird da.
01:00:13: Was meinst du mit Quatshmusik?
01:00:14: Ja,
01:00:15: soweit würde ich jetzt nicht gehen.
01:00:16: Es würde so... Wenn ich es hätte, würde ich H-Core Vibes spielen oder was vom Blümchen.
01:00:24: Das wäre immer
01:00:25: geil!
01:00:26: Dass wenn ich es auf Vinyl hätte, dann würde ich da spielen.
01:00:28: Hab' ich aber nicht... Aber vielleicht hört das ja auch jemand der mir den Blümchengenüll schenkt?
01:00:35: Ich hab die Best Off von Blümchin auf einer Doppel.
01:00:38: CD, das muss reichen.
01:00:40: Aber viel ist es nicht.
01:00:43: Doppel-CD!
01:00:44: Richtig, richtig.
01:00:45: Nicht schlecht.
01:00:46: Ich höre man kann DJ Melanie also dein Imprint an den Turntables auch gebuchen?
01:00:52: Ja, ich muss mich nur Rah machen dabei weil ich darf's nicht zu oft machen nämlich... Weil ich hab tatsächlich überwiegend alte Platten und wenn man die zu oft hintereinander Weißt du, irgendwann hast du ja so ein System im Kopf.
01:01:09: Du weißt genau, wenn ich jetzt das auflege ... Das Stück von Whirlpool passt Argy Snook wunderbar hintendran.
01:01:17: Du hast so eine abgespieltes Set quasi im Vorhör.
01:01:21: Das ist natürlich irgendwann langweilig ne?
01:01:23: Also neue Platten brauche ich immer und auch unterschiedliche Aufgaben.
01:01:28: Ich finde es toll in Bars aufzulegen wo man halt nur zuhört Zuhörmusik spielt oder Popmusik einfach.
01:01:41: Und nicht, wo es jetzt darum geht wie zu feiern oder Party.
01:01:47: das ist ja eh nicht mein Zuhause mehr.
01:01:50: So Tanzzwang ist ganz schwierig finde ich.
01:01:53: als DJ habe ich Angst davor dass getanzt wird.
01:01:56: Das ist auch keine gute Grundlage eigentlich.
01:01:59: aber ich hatte jetzt das Vergnügen.
01:02:02: ich hab die Suppenwürfel Kursform von Ostsohn-Surkenwürfel-Macherkrebs, haben mich ... Dreiundzwanzig gefragt.
01:02:11: Ob ich mit denen wieder auf Tour gehen würde?
01:02:15: Was ich so vor dem Jahr geschrieben habe und dann mich da wieder... Also auf Tour gehend hieß sie dann also Plattenaufliegen vor oder nach dem Konzert oder auch in dem Fall früher hätte ich den Merchandise noch gemacht was ich jetzt nicht mehr gemacht habe dass man da, ich mich sofort wieder wohlig und zu Hause gefühlt habe.
01:02:37: Und deswegen auf Folgeaufträge angenommen habe auch das auf Tour sein.
01:02:44: Das für die, für die Suppenwürfel nicht.
01:02:48: Die hatten eine lange Pause bei den Goldenen Zitronen mit.
01:02:51: Für dies ist es ja ganz normal, dass man in ein Bus steigt und dann die Türen aufmacht, wenn wir angekommen sind ... Zeug auf die Bühne trägt, verkabeln und ich wusste erst mal hey wie war das denn nochmal?
01:03:05: was müssen wir nur alles machen?
01:03:07: Ja wenn man erstmal drin sitzt der Bus fährt dann passiert alles von ganz alleine.
01:03:14: Man sammelt die Sani fair Kupors und benutzt sie
01:03:19: genau
01:03:20: Sehr schön.
01:03:21: Aber die Golden-Zitronen, das ist vielleicht auch noch mal eine gute Überleitung zum Thema was bestimmt auch der Hamburger Schule dann irgendwann jetzt nicht sie zersetzt hat.
01:03:33: aber diese vielen Diskussionen, die Golden Zitron haben ja diese Verweigerungshaltung.
01:03:38: Die hatten ja eine Platte, die hieß Dad's Cool Hamburg Ende der Neunziger Bezieht sich ja auch schon auf die Hamburger Schule, aber natürlich Tokotronik haben den Viva-Kometpreis jungen Deutschen auf dem Weg nach oben abgelehnt wegen des Titels.
01:03:54: Ich kann mich auch noch erinnern, du hast sie gerade wieder erwähnt hatten als der Höhepunkt von deutschsprachiger Musik gerade eben auch über Lado lief, dann haben sie ein Instrumentalalbum gemacht.
01:04:08: Also wie war das irgendwie nervig produktiv?
01:04:12: oder war das im Endeffekt?
01:04:14: Der Prozess gehörte das genau dazu.
01:04:17: ich frag mich immer also dass alle mal genau das gemacht haben was sie nicht sollten macht einen ja auch verrückt im nachhinein.
01:04:26: Es ist natürlich das, was es ausgemacht hat.
01:04:29: Also es verweigern und könnte dem auch früher schon meistens beiflichten dass Nein sagen besser ist als Ja sagen in dem Sinne, dass man sich nicht vereinnahmen lässt über jung-deutsch und auf den Weg nach oben zu sein.
01:04:48: Und die Zitronen... Die Albumtitel der Zitrone Der Spul-Hamburg ist natürlich ein Witz und ich weiß, sie haben es lange bereut.
01:04:59: Warum?
01:05:00: Weil das eben als abgesang von Hamburger Schule so richtig gelesen wurde.
01:05:05: aber eigentlich hat ja jetzt nicht wirklich ... Das Alten macht da nicht was damit zu tun dass man sagt ey, das ist jetzt hier over in Hamburg Also gar nicht.
01:05:14: Die Zitronen waren ja auch nie so.
01:05:16: die Hamburger Schule Band in der Wahrnehmung, Der Titel hatte noch einen zweiten Teil, er heißt Dead Skool Hamburg Give Me a Vollzeit Arbeit!
01:05:25: Genau
01:05:26: Ja schon ein bisschen funny... Also
01:05:28: Spaß haben die.
01:05:29: also die Zitrone immer auf den Witz zu haben ist ja gar nicht so.
01:05:32: dass sie immer so ernst auf dir unter oder streng sind auf die Sachen gucken das ist auch schon witzig mit denen weil
01:05:39: du in der In-Cloud Also ich möchte nicht mit Ted Geyer und George Cameron Social leisen müssen in der Kneipe.
01:05:48: Das hältst du aus!
01:05:49: Ich verbreche es schon an kleineren Taschen, aber schön dass du es mir zutraust.
01:05:54: Und was ich eben auch gesagt hatte kein Seier das Instrumental Album der Ostsohn-Sückenwürfel.
01:06:01: wie kam das bei euch?
01:06:02: Bei Ladoan hat man dann gesagt genial oder auch gedacht so Mann ey.
01:06:07: Von anderen Mitarbeiterinnen weiß ich, dass das eben oh mein ey warum jetzt ausgerechnet ist wer euer Hamburger Schulalbum gewesen.
01:06:18: Aber die Band hatte uns zu dem Zeitpunkt einfach nichts zu sagen!
01:06:22: Ich glaube man hat sich zu der Zeit entschieden dann nur CD zu machen.
01:06:26: aber man dachte es lohnt sich nicht jetzt hier zwei Formate vinyl und cd zu machen.
01:06:31: also es war schon so leicht enttäuschend.
01:06:35: Ich finde das Album super.
01:06:41: Es muss genauso gut Instrumentalalben geben, ich mochte es.
01:06:44: Das hat aber doch nicht verkauft!
01:06:46: Das ist mir nie wieder begegnet.
01:06:48: im Nachhinein...
01:06:51: Es hat sich nicht gut verkauft, aber inzwischen ... Ich hatte mal bei Discogs geguckt.
01:06:56: Weil ich hab mein letztes Exemplar von ein paar Jahren verschenkt und es ist richtig teuer jetzt.
01:07:03: Weil die halt so keine Auflage waren!
01:07:05: Aber da gibt's ja auch bei den digitalen Streaming- und Downloadplattformen im Internet zu hören.
01:07:11: Und du bist ja mit den Suppenwürfel, wie es auf Tour auch immer gewesen.
01:07:15: Spielen Sie denn da noch was von diesen Instrumentalstücken dieser Platte?
01:07:21: Ja sie haben ja auf der Tour, wo ich mitfahre, ihr Album Leichte Teile Kleiner Rock gespielt und das auch tatsächlich in einer der vorgegebenen Reihenfolge, wie sie auf dem Album war und da ist, wenn nicht mich jetzt richtig erinnere, auch ein Instrumentals Stück drauf Und in der Zugabe hat sich vielleicht auch noch was versteckt gehabt, was instrumental war.
01:07:48: Das haben sie sehr streng halt nur dieses Album gespielt weil die Tour damals vor zwanzig Jahren nur sehr kurz war.
01:07:59: und danach die Band so... Die haben sie ja nicht aufgelöst aber es war irgendwie vorbei die Zeit und dann wollte man da wieder anknüpfen.
01:08:08: Sie haben wunderbare Tour und waren sehr viele Leute da, die werden wahrscheinlich auch jüngere.
01:08:18: Das fand ich sehr gut!
01:08:19: Und aktuell haben sie gerade Stücke aufgenommen für eine EP so im Würfel?
01:08:28: Sie sind wieder da!
01:08:29: Muss man mit rechnen ja!
01:08:30: Wir haben ja mit Franz Joachim Büchner auch jemand aus der jüngeren Generation.
01:08:37: Ich finde das stehen auch sehr gut zu Gesicht Von Haus aus allein, von Wegen verschieden.
01:08:45: Genau ich wollte auch hier mal wieder was ansingen damit das noch... Ja von
01:08:49: Haus aus alleine!
01:08:52: Von
01:08:52: Wegen verschiedenen.
01:08:54: Ja checkt es aus hier unsere Suppenwürfel.
01:08:58: aber da kann ich jetzt hier gleich eine schöne Überleitung bringen zu der Diversifizierung, die er dann auch stattfand.
01:09:07: Also anfänglich würde man ja denken es war Gitarrenmusik und deutsche Texte, die halt ungewöhnlich waren.
01:09:13: deshalb hieß sie auch Diskurspop weil da mehr verhandelt wurde als einfach nur jetzt vielleicht eine kurze Liebesgeschichte oder ne Sehnsucht.
01:09:22: Und dann ging es aber los.
01:09:24: Wir haben ja schon gehört, es gab Ladomad und plötzlich Elektro.
01:09:28: Es gab jetzt dann Instrumentalalben... ...es gab auch Country mit Fink.
01:09:33: und so war das vielleicht auch wenn wir uns fragen warum ging es den Bach runter der Niedergang?
01:09:41: Dass sich natürlich diversifizieren musste!
01:09:44: Ich habe das nicht nur jetzt sondern auch früher definitiv als Aufwertung gesehen Neue Leute dazukommen, die was anderes machen.
01:09:53: Oder du hast auf einmal die Möglichkeit... Du musstest den nicht in ein teures Studio einmieten sondern man hatte die Möglichkeit selber aufzunehmen und Musik zu machen mit dem Imperialstudio, was von Ties Mündter, Menzerins und Jimmy Siebels ausgebaut wurde, so einen Kellerloch was aber eben auch so zu gefühlt hat, dass man sich die Produktionsmittel selber in den Keller gestellt haben und halt dann auch selber eben probiert haben bis so etwas wie Ego Express da rausgekommen ist oder die Ben Stella.
01:10:36: Oder diese Compilation Camp Imperial.
01:10:39: das war ja die Studiokompilation damals und ich hätte es eher als Bereicherung sehen.
01:10:47: In Personalunion ist ja zum Beispiel Menze Rehens, der bei die Regierung Bass gespielt hat.
01:10:53: War das neue Brot teilweise auch und dann gab's Ego Express Die Vögel.
01:10:59: Wo hat er noch mitgespielt?
01:11:00: Stella oder Thomas Wenzel.
01:11:03: Ein Tausend Sasser aufs Hundert Baustellen.
01:11:06: wird das schon alles so in eins Hamburger Szene?
01:11:10: also weil dieses Jahr haben wir Wir glaube ich noch gar nicht so, aber an anderer Stelle öfter übergesprochen.
01:11:16: Das Hamburger Schule ja gar nicht das Genre ist sondern eigentlich nur ein Begriff für eine Musik-Szene.
01:11:25: Also wie will ich das jedenfalls?
01:11:28: Ja, ich würde natürlich als Werber sagen der Markenkern wird überdehnt wenn zu viele unterschiedliche Ästhetiken bespielt werden.
01:11:37: Aber der Markenkern war natürlich die Leute die Haltung und die Art zu Texten Und auch eben diese Verweigerung über die wir schon gesprochen haben.
01:11:47: Das waren halt die Sachen und im Endeffekt klar Die Musik konnte variieren.
01:11:53: Also es ist mein Geschmack jedenfalls.
01:11:55: oder aber das war halt Das Label Deutschsprachigkeit aus Hamburg, wann ist das aufgehört?
01:12:03: Wann hat es nicht mehr funktioniert als es zu groß wurde?
01:12:06: eben halt eben auch diese die Major selber eigene neue Band sozusagen dazu geholt haben.
01:12:14: Ich kann keinen Schlusspunkt setzen, kann nur von mir sprechen dass ich irgendwann einfach die Faxen dicke hatte und was Berlin gezogen bin.
01:12:24: Das war natürlich auch ein großer Verrat, aber wirklich diese ganze Berlinsiererei hat mir aus der Peripherie nicht gefallen.
01:12:33: Aber wir kommen gleich mal zu deinem Ende bei den Labels, aber ich möchte bei der Diversifizierung noch eine Sache anschneiden die mir auf der Seele brennt wo es wirklich zu weit ging.
01:12:45: Und zwar kennst du die Musikrichtung Rockabilly?
01:12:49: Sicher!
01:12:50: Da gab es nämlich auch eine Veröffentlichung, wo man dachte jetzt hat Lars Dörr sein goldes Händchen verloren.
01:12:58: War zumindest meine Vorstellung?
01:13:00: Das war eine Band Rockabilly Mafia wurde aus
01:13:03: Enthornlicht
01:13:04: Rüse gehen raus.
01:13:05: aber die Band habe ich ja gesehen gibt's heute noch.
01:13:09: Die machen immer noch Musik.
01:13:11: Respekt bestimmt auch ganz toll, aber ich fand es musikalisch schon etwas befremdlich.
01:13:16: und damals hat das info also jeder cd lag dann immer so ein info bei wenn man das an medien raus schickte.
01:13:23: Und dass hatte der labelchefs selber verfasst carol von rautenkranz ja unser guru der das alles da losgetreten hat und da stand bei dieser musik dass ist musik das musik wieder eier bräuchte.
01:13:38: das war damals so eine floskel die dann auch so aus dem Fußball kam, so Männlichkeit mit Hoden gleich gesetzt wird und Musik bräuchte Eier.
01:13:50: Und ich dachte genau dafür bin ich ja nicht in die Hamburger Schule eingetreten um diese komische Männigkeit...
01:13:56: Diese Zettel da zu kriegen!
01:13:58: Wo das drauf steht?
01:14:00: Ich wollte schon eure Zetteln bekommen aber es sollte nichts mit Eiern drauf stehen.
01:14:05: Kannst du dich
01:14:05: daran noch erinnern?
01:14:06: Ja, ich habe mich sehr gut daran erinnert froh, dass du das ansprichst.
01:14:12: Damit ich dieses Missverständnis dir aufklären kann!
01:14:17: Weil... Das war gar nicht von Karol.
01:14:19: Also erstmal vorweggestellt Rockabilly Mafia ist halt einer der ersten Bands mit denen Chris und Karol überhaupt zu tun hatten.
01:14:28: Also das war schon immer auf dem Label.
01:14:32: Da hatten die extra Sublabel Teen X gegründet und gute Bergen meines Erachtens.
01:14:38: Rockabilli halt wenn man es mag.
01:14:41: Und dieses Info... Das war halt ein Witz, natürlich.
01:14:46: Ich hab Karol verarscht!
01:14:48: Ich habe ihm gesagt, schreib doch Musik mit Eiern.
01:14:52: Ich weiß es genau, ich hab ihm das gesagt und er hat dann das genommen.
01:14:57: Es war ja natürlich ein Joke.
01:14:58: Aber da hattest du ja doch geschrieben?
01:15:01: Ja,
01:15:02: aber ich bin Schuld daran.
01:15:05: Die Band hat uns vertraut.
01:15:07: Die Band hat uns auch vertraut.
01:15:09: Das sind ja, ich weiß nicht ob es für alle Höhrenden so eine brisante Enthüllung ist wie für mich aber ich denke so what?
01:15:18: Da hatte zum ersten Mal für mich die Trophäerisse bekommen.
01:15:23: als ich das gelesen habe dachte ich so okay naja das sind da auch nur irgendwelche Macker...
01:15:28: Hat sie auch nicht angehört denn natürlich
01:15:31: Doch, ich hab das bestimmt mal gehört.
01:15:32: Furchtbar dieses ... Also, ich kann Rockabill nicht so gut nachmachen und es hat sicher seine Berechtigung aber... Das hat nichts zu mir gesprochen!
01:15:43: Ich
01:15:43: schicke dir noch einmal einen Link.
01:15:46: Ich geb dir persönlich jetzt nochmal weil ich die Zuschauer nicht der Zuschörerinnen nicht weiter damit aufhalten möchte, weil sie können mal keiner selber gucken.
01:15:56: Aber dir schickel ich nachher noch ein paar Lins.
01:15:59: Sehr gut, genau.
01:16:00: Ich werde ihm noch meinen Frieden machen mit der Rocket-Billy-Mafia nachdem das alles nur ein Joke war.
01:16:05: Weil es ein dummer
01:16:05: Witz war!
01:16:06: Ja, das ist ja wie im Internet wenn man irgendwas ironisch sagt und das erzählt sich dann bei den in der Rezeption oft nicht.
01:16:16: so war's dann auch in diesem Fall.
01:16:18: Und ich bin froh weil ich dass ich das aufklären konnte falls das jemand anders noch in Gedächtnis geblieben sein sollte.
01:16:26: Das ist meine Schuld gewesen.
01:16:28: Du hast da viel Schabernack getrieben, merken wir aber dann warst du irgendwann bei Lado raus und bei Bubak auch raus.
01:16:38: Wie hat sich denn das für dich angefühlt an nicht mehr Teil dieser Geschichte zu sein?
01:16:45: Furchtbar und letztendlich war da auch das der Grund, dass ich nach Berlin gezogen bin.
01:16:50: Also es lag einfach auf der Hand.
01:16:52: also wenn man in Hamburg das Beste gemacht hat was soll man denn in Hamburg noch bleiben?
01:16:57: Wenn man das Bste gemacht hat dann ist es einfach... Mir war klar, ich würde da traurig hinterher hängen der Zeit und deswegen war es vollgerichtigt, dass sie einfach eine andere Stadt ziehen musste.
01:17:11: Und Berlin da ist zu derzeit Universal Music hingezogen oder waren schon da und ich wusste, ich müsste mich als freie Promoterin, Pressepromoterin mein Geld verdienen.
01:17:28: Da bin ich halt Universal Music gefolgt weil da war das wo ich wusste, da gibt es noch, da kriege ich Jobs von denen.
01:17:35: Okay, du hattest da dann eine berufliche Perspektive auch eher als Dienstleisterin und nicht mehr so im Zentrum der Bewegung.
01:17:45: Was dürfen wir denn wissen?
01:17:47: Ich weiß es ja das ist ja nicht ganz so... Du bist nicht überall ganz im Frieden gegangen.
01:17:52: oder wie können wir diese beiden enden?
01:17:55: wenn man das jetzt gehört hat und denkt so ach jetzt ist die da nicht mehr da gewesen warum eigentlich?
01:18:00: was kannst du denn da erzählen?
01:18:05: Ich bin selber daran nicht ganz unschuldig gewesen, sagen wir so.
01:18:10: Dass man mich hat ... wenn die kündigt hat, ne?
01:18:16: Weil vom Bubab war es eine kleine Personalentscheidung im Sinne von.
01:18:21: das war zu aufgeblasen mit Deutschschrepp.
01:18:24: Wenn man jetzt ... Man konnte nicht jedes Jahr mit einem Beginner oder deinem Album rechnen, dann kann man sein... seine Mitarbeiter.
01:18:33: Da war ich nämlich fest angestellten, habe sehr viel Geld verdient und alle haben Einheitslohn gehabt zu der Zeit.
01:18:40: das ging denn nicht mehr.
01:18:42: also da musste man dann einen Schnitt machen und es war zu derzeit nicht einfach mit mir auszuhalten und dann bin ich gegangen.
01:18:55: Du wirkst aber doch so freundlich und so lustig verträglich.
01:19:00: Ich kann auch sehr streng sein.
01:19:04: Weil Lado ist eigentlich auch eine Personalentscheidung gewesen, gab es richtig Streit zwischen Karol und Miel, dass er letztendlich keine Wahl hatte außer zu sagen, warum wir uns jetzt trennen?
01:19:19: Aber du hast ja mit ihm Kontakt noch... Jetzt ist alles wieder verflogen.
01:19:25: Das
01:19:25: ist genau so.
01:19:26: Wir sind befreundet.
01:19:29: Ich meine, das ist jetzt ja auch ein paar Jährchen her und gerade Karol schätzt sich gerade sehr weil der in diesen rückblickenden Sachen ... ich habe keine Ahnung.
01:19:41: Es kommen die Alben wieder raus bei Tapete, die einen Anteil im Katalog haben von Lado auf den mit Karol zu tun Schätze ich total.
01:19:55: Und du hast ihm ja mit dem Eier-Zitat auch noch einen mitgeben können?
01:19:59: Ja, das ist immer so.
01:20:00: Durch muss man solche Sachen machen...
01:20:03: Das ist schön!
01:20:04: Ich bin ja wie viele wahrscheinlich ein Harmoniemensch und freue mich zu hören dass du jetzt da nicht im Krieg noch bist mit allen von damals.
01:20:13: aber damals habt ihr euch trennen müssen.
01:20:17: Kannst du uns denn trotzdem etwas sagen?
01:20:19: Du warst nicht mehr dabei, als es mit Lars Stor zu Ende ging.
01:20:24: Das muss so Mitteende der Zweitausender gewesen sein aber das lief in den zweitausendern ja schon nicht mehr rund.
01:20:32: Sie hatten keine relevanten Acts mehr und alles was sie sonst auf den Markt brachten also RoboCop-Kraus hatten sie noch.
01:20:39: Das hat sicherlich auch eine Tragweite in so einer Szene aber das war keine große Band am Box-Office.
01:20:47: Woran ist das zugrunde gegangen und was kannst du darüber sagen als von außen?
01:20:53: Warum ist es zu Ende gewesen
01:20:56: dann?".
01:20:56: Tatsächlich, wie gesagt wahrscheinlich ist die Band halt nicht mehr da waren also keine relevanten neuen Bands dazugekommen sind.
01:21:05: und dann darf man auch nicht vergessen dass es Anfang Mitte der Nullerjahre Der ganzen Branche total Bach-Untergängige wegen Rauchkuffin.
01:21:17: Nicht auf CD brennen, sondern Napster für illegale Downloads.
01:21:24: Ich weiß gar nicht, wann es iTunes und Apple Music gibt aber auf jeden Fall hat das so reingehauen bis nach Berlin als ich als Freiberuflerin auch total auf dem Zahnbasch gekrochen bin, weil auch da den großen Firmen ging es halt nicht gut wegen im Internet.
01:21:43: Aber bei Lado hatte ich auch so in Erinnerung... Ich weiß nicht, ob du das sagen kannst.
01:21:48: Aber du warst ja schon nicht mehr dabei?
01:21:50: Das ist auch sehr ungünstig.
01:21:52: dann diese Insolvenz, dass es Bands gab die zu der Zeit auf dem Label waren, die alle Rechte an ihren Platten sind mituntergegangen und konnten ihre eigenen Sachen nicht mehr veröffentlichen bzw.
01:22:09: hatten da nicht mehr die Zugriffe.
01:22:12: Das weiß ich nicht.
01:22:12: Und ich hoffe, gelegt hat, im Sinne von befriedet hatte.
01:22:21: Das war so ein bisschen schade weil das war ja so ein relevantes Label und der Untergang war dann doch schleichend, er hat sich über Jahre hingezogen und also man hat da nicht selber aus freien Stücken mit einem Knall aufgehört sondern irgendwann war man dann
01:22:39: langsam sichtung.
01:22:41: Aber das hast du nicht, wie hast Du da drauf geschaut aus Berlin?
01:22:45: Dann vielleicht mit einem gewissen Genugtum oder war Dein Roll schon verstrichen.
01:22:49: Nee ich hatte ja hier Neu ankommst und erstmal wieder neu sortieren und überlegen Ich mache jetzt Dienstleister richtig Da hatte ich schon einiges zu tun Und wenn es der Branche sprecht geht dann machst Du auch Dienstleistungen die ein paar Jahre vor mit der Kneifzange nicht angefasst hätte.
01:23:12: Im Sinne von jetzt nicht wegen Wählerschein, sondern das Prinzip.
01:23:17: bei Lado war ja halt auch das möglichst authentisch... Ja wie soll ich sagen?
01:23:24: Ich bin keine professionelle Pressekomoterin gewesen die jetzt den Leute anruft und fragt Wie hat sie die Platte gefallen?
01:23:34: Willst du darüber verschreiben?
01:23:36: Und wenn es bei Lato den doch gemacht habe, dann ist es eine Selbstverständlichkeit gewesen.
01:23:43: Es war der Auftrag und als Freiberuflerin sich neu aufzustellen.
01:23:52: Das hab ich schon mal versucht gehabt zwischen Glastor und Bubak da lief's wie geschnitten Brot aber hier in Berlin Für mich einfach so ein, auch in Sichtum sozusagen.
01:24:08: Ich glaube ich habe meine letzte Platte die ich verschickt habe.
01:24:12: Mein DJ-Verteiler war Engel von Rammstein mit Patcher-Poise Remix und da wusste ich in dem Augenblick als sich die Placken in den Karton und Adress auf Kleber drauf machte okay das wars jetzt du lieber DJ Du kriegst nie wieder Post von mir.
01:24:32: Zack!
01:24:33: Das war's, irgendwie wusste ich, dass es vorbei ist.
01:24:36: Also ich hab das Ende von Lado eben nicht verfolgt... Ich habe natürlich auch aus einem Trotz oder Groll rausgezogen und das interessiert mich eh nicht.
01:24:47: Was natürlich auch nicht stimmte wahrscheinlich aber ich hatte tatsächlich sehr viel in Berlin mit mir zu tun.
01:24:54: Und du bist ja dann auch ans Theater gewechselt wie wir Fans wissen?
01:25:00: Bei René Polisch hast du sehr viel gemacht.
01:25:03: Ja, ich habe irgendwann Hartz IV beantragt weil es mit der Musikbranche ja nicht mehr weiter ging und in meiner ersten großen Form als billigen Berliner Wohnung waren immer fünf Leute hier zusammen lebten.
01:25:22: und dann hat Schorsch Kamerun ... Prater der Volksbühne ist die kleine Spielstätte der Volks-Bühne in der Kastanienallee, ein Stück gemacht mit wo unter anderem auch Jens Rachuth mitgemacht hat zu der Zeit und Eisstadt hieß das.
01:25:41: Das weiß ich noch.
01:25:42: Und da war ich in jeder Vorstellung und darüber hinaus habe ich halt alles andere gesehen was in diesem Spielort
01:25:51: lief
01:25:53: dann auch Stücke von René.
01:25:55: Und als Schorschen wieder nach Berlin kam oder einen Proben angesetzt worden für neue Stücke, habe ich gesagt, ich möchte gerne mitmachen.
01:26:04: Und dann durfte ich mitmachen und bin geblieben hauptsächlich bei René Regie Assistenz gemacht.
01:26:12: Und da hat Krite den wir waren schon zusammen zu der Zeit, die halt auch bevor ich Assistentin wurde hatte ich wiederum Degen über George, der wurde gefragt, kennt sich jemand in Berlin?
01:26:28: Der Musikmachen könnte bei Stefan Pucher beim Stück Im Prater.
01:26:32: Und dann hat George meine Nummer rausgegeben und ich sehe euch können auch jemanden.
01:26:37: Weil das Fredy Bär Albrecht, der beim Boomfeld früher auch gespielt hat ein Commercial Breakup und Krite die beiden haben vor mir sozusagen noch im Prater in der Volksmenü angefangen mit Theatermusik.
01:26:53: Ja, die Geschichte von der Volksbühne René Pollesh und du am Theater können wir mal in einer eigenen Folge nochmal aufbereiten würde ich sagen?
01:27:03: Ja also...
01:27:04: Ich sehe du bist begeistert
01:27:06: nicht so richtig weil ich habe noch nie so da auch nicht in Frieden gegangen.
01:27:13: sag mal so ne auf eine Atemweise Der Abschiedsschmerz ist auf jeden Fall noch strischer.
01:27:22: Okay, da werde ich also im Jahr zweiunddreißig nochmal auf dich zukommen und dann haben wir eine große Volksbühnenfolge!
01:27:33: Ja, aber wir sind ja eh in der Hamburger Schule.
01:27:37: Wir haben sie fast schon beerdigt.
01:27:39: Ich habe noch ein oder zwei Fragen übrig.
01:27:42: Wie würdest du den Einfluss auf deutschsprachige Musik der Nuller taxieren von der Hamburgerschule?
01:27:49: Also da gab es auch einen Boom!
01:27:51: Wir sind Helden, Juli, Silbermond... War das noch letztlich dann so?
01:27:57: die nächste Generation, die vielleicht nichts damit zu tun hatte?
01:28:00: Aber davon inspiriert war?
01:28:01: oder steht das für dich ganz woanders?
01:28:05: Das
01:28:06: ist mir persönlich natürlich ganz wo anders.
01:28:09: Das weißt du natürlich auch, wie ich das wirklich dazu stehe.
01:28:13: aber weil es eben ja aber da ich nicht mehr da war in Hamburg verurteile kann ich auch nicht sagen ob ob das jetzt irgendwie aus dieser Szene herausgewachsen ist, würde ich erst mal sagen nein.
01:28:31: Also wenn man die Definition sagt es ist keine musikalische Sonne, sondern aus einer loser Verband aus der Szene raus, die sich gegenseitig unterstützt hat und auch qualitiv gedanken sich eher über eine Erhaltungsfrage definiert hat.
01:28:51: Dann sind die Orte vielleicht auch von anderen Leuten, die ich nicht auf dem Schirm habe besetzt worden, bezüge jetzt vielleicht nicht Mia oder Mitzi von Mia oder so zählen würde.
01:29:08: Es gibt doch das label Audulit in Hamburg es gibt den Pudelklub und der Pudlklub weiß ich, weil da war ich ein paar Mal jetzt gewesen und die haben ja auch ihr Veranstaltungskollektiv abgegeben an Jüngere.
01:29:25: Was sich super finde!
01:29:26: Ich denke schon, dass sich da was bewegt.
01:29:28: Aber das kriege ich halt nicht mehr mit!
01:29:30: Es gibt sicherlich noch Ausläufer auch der Hamburger Schule in der kontemporären Musik-Szene von Hamburg.
01:29:37: Also ich denke dann an Fritzi Ernst natürlich von Schnippo Schranke oder Franz Joachim Büchner.
01:29:44: Wir hatten es ja von ihm, der da auch eine eigene Band hatte und der bei den Ostsohn Suppenwürfel spielt... also es gibt schon noch so diesen Geist.
01:29:55: aber Genau, du legst uns jetzt mal fest.
01:29:58: Juli und Silbermond sind ihre eigene Story.
01:30:02: Die haben ja eine andere Schule.
01:30:05: Wenn man von Facebook ausgehen vermutet nach dem Debakel mit der Doku, wenn immer ich in Hamburg bin und da Leute zusammenkommen die ich von früher kenne... Es ist verrückt wie sehr das noch so Hamburg ist!
01:30:23: finde ich.
01:30:24: Also so, dass du... Das habe ich klarken aufgelegt mit der Berliner Band die Expressionisten.
01:30:33: Die haben live gespielt in der Pyramide, das ist ein illegaler Club in Hamburg und da war der Weib auch wieder da weil es ja irgendwie auch so einen Ort ist ähnlich wie Kamosk wo man nicht hingeht und was ist denn hier los sondern wo man hingeht dass jeder selbst was reinbringt zur Party.
01:30:53: Jeder muss dafür Sorge tragen, dass der Abend toll wird.
01:30:59: Kann man einfach so Widerspruch durchstehen lassen ist einfach super wenn du siehst das es noch Sicherorte gibt in Hamburg.
01:31:06: Für mich ist es ja auch so stehender ich gehe immer noch gerne in die Mutter gibt's ja wirklich auch interessante Leute immer noch die dann da auflaufen und jetzt war schon lange nicht mehr.
01:31:19: Aber ja, ich finde die Hamburger Musikszene immer noch interessant.
01:31:23: Auch eben in ihrer gegenwärtigen Ausformung wenn es natürlich längst nicht mehr so grell gelabelt werden kann was da passiert wie damals.
01:31:33: Diese beiden bekannten Bands, Bloomfield und Tocotronic.
01:31:37: Und natürlich auch noch die Stern haben ja weitergemacht, haben auch in den Nullerjahren noch relevante Platten gemacht.
01:31:42: deshalb lässt sich das natürlich weil die Hamburger Schule sehr auf diese Bands natürlich auch immer wieder fixiert ist.
01:31:50: Ben D gemeint hat auch weitergebracht.
01:31:51: Entschuldigung dass ich unterbrechte!
01:31:53: Ben Begemann hat auch weitergemacht, eine ganz zentrale Figur finde ich für Hamburger Musik.
01:32:02: In meiner Wahrnehmung ist er nicht so Hamburgerschule aber er ist... Ich möchte ihm seine Relevanz damit nicht absprechen denn er ist wirklich was er gemacht und geschaffen hat und auch über die Jahre kultiviert hat.
01:32:16: das ist auch etwas ganz Besonderes.
01:32:19: Mich hat es auch nur eher gewundert, dass er dieses Label Hamburger Schule so gerne für sich noch in Anspruch genommen hätte.
01:32:29: He's living the dream?
01:32:31: No front!
01:32:31: Also wenn er auch Hamburger Schulen sein wollte ich wills ihm nicht wegnehmen aber ich finde seinen Werk steht auch für sich und für etwas anderes.
01:32:39: Ja
01:32:39: finde ich auch.
01:32:40: Aber trotzdem sind ja alle eingeladen.
01:32:42: So einer der letzten Fragen, die ich an dich hätte ist.
01:32:44: Was hat die Hamburger Schule bewegt in der Musik?
01:32:48: Was ist das Vermächtnis also was verteilen wir denn hier wenn dauernd um die Deutungshoheit gestritten wird?
01:32:55: Was is es eigentlich dass das was das so besonders gemacht hat?
01:33:03: Ich weiß, ich denke wir haben ja schon darüber gesprochen die Faszination anders eben auf deutsche Texte zu schauen.
01:33:12: Anders den Diskurs zu führen so politische Ansprüche in der Musik zu verhandeln auch eben widerständig zu sein das sind sicherlich sehr prägende Sachen die es von anderen Genres doch abhebt.
01:33:25: Ja also es gibt natürlich außerhalb von Hamburg auch total krasse tolle Bands.
01:33:32: klar also die Nerven Wenn wir jetzt von Bands sprechen, die gibt's ja.
01:33:37: Egal ob ihr jetzt in Hamburg leben oder in Buxtehude oder Wien.
01:33:44: Bin auch sehr gespannt und freue mich auf das neue Blumenfeldalbum!
01:33:48: Ja es ging überhaupt um so eine Emanzipation von deutschen Texten ohne eine Nationalkultur befeuern zu wollen.
01:33:58: Ja und da haben natürlich Blumenfeld auch eine große Rolle gespielt.
01:34:02: Da gibt es jetzt die Ansage, die alten Platten werden noch mal neu released und es gibt neue Stücke.
01:34:09: Du hast ja schon gesagt, weißt du schon irgendwas?
01:34:11: Nein ich weiß gar nichts!
01:34:12: Ich hab's aus dem Internet von Facebook oder so ein Lieblingsmedium.
01:34:17: Der wurde halt diese Re-Release mit den... Alten Platten angekündigt und dass es ein neues Album gibt, bevor ich vorher schon gehört habe.
01:34:25: Es ist ein neues album geben würde.
01:34:26: ja aber Ich habe davor nichts weiter gehört Und bin natürlich auch so sehr fähig das ich mich darüber freue.
01:34:37: Wir hatten es ja am Anfang mit Tilman Rosmi, der Sänger war von die Regierung auch eine ganz wichtige Band aus der Lado-Zeit.
01:34:46: Die machen ja immer noch neue Platten.
01:34:48: da ist gerade wieder etwas erschienen.
01:34:50: also auch da gibt es eine gewisse Kontinuität noch.
01:34:55: man muss nicht nur zurückschauen wenn man sich für diese Art von Musik interessiert.
01:35:01: ich glaube darauf wollen wir hinaus.
01:35:05: Ja, dann danke ich dir, dass du uns das teilhaben lassen an deinem Erinnerungsschatz und an deinem ganzen Charme, wie du das hier wieder präsentiert hast.
01:35:14: Ich danke dir, Linus, dass ich zu euch kommen konnte!
01:35:19: Wir haben zwar ohne Quiddizis gemacht aber vielleicht gibt es noch meine Gelegenheit, dass wir anders zusammenkommen.
01:35:26: Ja, wenn man eine schöne Flugreise oder so ... Genau.
01:35:30: Und ansonsten, zwei Tausendzweiunddreißig die Volksbühnenkroniken mit Myriam Brüger!
01:35:36: Ja
01:35:36: sehr gut.
01:35:37: Danke schön.
01:35:38: Ich habe mich sehr gefreut.
01:35:40: Dann vielen Dank fürs Zuhören und vielen dank dir MyriAM und bleib noch kurz in der Leitung.
01:35:45: Wir sind raus Tschüss!